

Zudem stehen den Lichern auch schon wieder neue Probleme ins Haus: Der amerikanische Guard Jesse Bunkley, eine der spielerisch stärksten Verpflichtungen der letzten Jahre, klagt seit Wochen über Heimweh und wird am heutigen Montag mit dem Flieger gen Heimat aufbrechen, sein Vertrag wird aufgelöst. „Wir stehen mit einigen Spielern in Kontakt und hoffen, dass es im Laufe dieser Woche zu einer Entscheidung kommen wird“, ließ Lichs Geschäftsführer Jens Gehlhaar verlauten.

Auch im zweiten Viertel wechselte die Leistung der Licher zwischen aufblitzender Dominanz und absoluter Chancenlosigkeit hin und her. Mal kam man wieder ran (24:27/15.), mal lag man mit neun Punkten hinten (26:35/17.), dann ging man wieder auf Tuchfühlung (41:43/22.). Starken zwei Minuten folgten drei schwache Minuten. Am Ende des dritten Viertels lagen die Gastgeber mit 52:64 hinten, kein Spielstand also, bei dem ein Spiel bereits rettungslos verloren ist, doch ein echtes Aufbäumen oder eine feurige Aufholjagd kam in den letzten zehn Minuten einfach nicht zustande.
LTi Lich fand den Faden in der Offensive nicht mehr. Die Fehlerquote des Gegners war nicht niedrig, allerdings ließen die Gastgeber zu viele zweite Wurfchancen zu, konnten sich am Brett nur selten den Defensivrebound sichern, obwohl man sich mit Johannes Lischka und Jannik Freese eigentlich Vorteile versprochen hatte. Zwar machten Johannes Lischka und Jannik Freese beileibe kein schlechtes Spiel, doch Lischka fand in der Offensive trotz 18 Punkten nicht so recht seinen Rhythmus, leistete sich zudem fünf Ballverluste. Während Freese mit 24 Punkten etwas sicherer war, so war er beim Defensivrebound kein Faktor, sammelte defensiv drei Abpraller ein, offensiv vier Rebounds.
Und doch hätte es auch wieder gut gehen können, wenn die Licher nur etwas mehr Rebounds eingesammelt hätten, wenn Jesse Bunkley in seinem letzten Spiel für LTi Lich nicht alle sechs Dreierversuche „versemmelt“ hätte.
Punkteverteilung:
LTi Lich: Scholz (3), Klassen (7/1 Dreier), Perl, Johannes Lischka (18), Henke (n.e.), Benjamin Lischka (4), Unger, Bunkley (12), Freese (24).
VfL Kirchheim Knights: Tomasevic, Chennoufi (16), Baumann (22), Crawford (4), Scott (13/2), Lenger (n.e.), Peter Klemm (2), Howard (n.e.), Ivanovic (n.e.), Thomas Klemm (7/1), Heyden (14), Reichmuth (n.e.).


