
Das erste Viertel hatten die Licher deutlich mit 20:13 gewonnen, in der fünften Minute der Partie betrat der Österreicher Richard Poiger erstmals nach sechsmonatiger Verletzungspause wieder das Parkett. Sein Einsatz währte jedoch nur knapp sechs Minuten, weil Poiger über leichte Schmerzen im Knie klagte und sicherheitshalber ausgewechselt wurde. Bis zur Halbzeitpause hatten die Gäste den Spielstand ausgleichen können, mit einem 36:36 ging es in die Kabine.

Im Schlussviertel brach dann die Offensive der Licher zusammen, weil sich Billers Akteure nicht mehr an die verabredeten Systeme hielten und fast ausschließlich bei Einzelaktionen ihr Seelenheil suchten. In der 35. Minute lag Lich noch mit 65:64 vorne. Zwei Minuten vor Spielende wurde Marcus Watts beim Dreier geblockt, im direkten Gegenzug hämmerte der Jenaer Jeremy Black einen wuchtigen Dunking über den zum Blockversuch hochgestiegenen Jesse Bunkley in den Korb. Jena führte mit 75:72, Alexander Biller nahm eine letzte Auszeit.
Dieser Dunking schien bei den Lichern jedoch bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben, den in den letzten Minuten gelang überhaupt kein Korb mehr. Satte 32 Punkte hatte Science City Jena den Gastgebern im vierten Viertel eingeschenkt, gewann daher auch völlig verdient mit 82:72.
LTi Lich: Watts (16/2 Dreier), Scholz (1), Klassen (5/1), Perl (4), Ruth, Poiger (6/1), Benjamin Lischka (6), Bunkley (24/4), Külhan, Tarver (13), Michalowicz.
Science City Jena: Uhegwu (24/2), Zimmermann, Björn Blossey, Seggelke (12/1), Reyes-Napoles, Williamson (17/2), Pätz (4), Black (17/1), Linke, von Fintel, DeMichael (8), Gregor Blossey.


