

Am Menzenberg zeigten die Mittelhessen ihre wohl beste Angriffsleistung in dieser Saison. Vor allem Johannes Lischka, der 36 Punkte erzielte und 13 seiner 20 Wurfversuche aus dem Feld traf, und Brandon Jenkins (26 Punkte, 10 von 17 aus dem Feld), waren „on fire“. „Die Beiden haben eine außergewöhnlich gute Leistung gezeigt. Wir haben ein paar Spielzüge, mit denen wir sie in Szene setzen können. Und die haben heute alle sehr gut geklappt“, meinte ein zufriedener Head Coach Alexander Biller nach der Partie. Doch allein die Glanzleistungen der beiden „Go-to-guys“ reichen gegen einen solch starken Gegner wie Rhöndorf nicht zum Sieg. Biller betonte, dass auch die anderen Akteure aus dem „Herzen der Natur“ ihr Scherflein zum Auswärtscoup beigetragen haben.

Das Licher Team lag nach fünf Minuten mit 12:6 in Front. Die bereits erwähnte Auswechslung von Gary Hamilton sorgte nur kurzzeitig für einen Bruch im Spiel der Gäste (12:12/6.), die nach einem Dreier von Rolf Scholz mit 19:17 vorne lagen (8.) und diese Führung bis zum Viertelende auf 26:19 (Poiger-Dreier) erhöhten. Zu Beginn des zweiten Viertels sah es so aus, als ob Rhöndorf seiner Favoritenrolle gerecht werden könne. Nach einem 11:1-Lauf führten die Drachen mit 30:27 (14.). Lich kämpfte sich aber wieder in das Spiel hinein. Nach dem dritten von insgesamt vier Blockshots von C. J. Pigford und den darauf folgenden Fastbreakpunkten von Matze Perl hatte die Führung erneut gewechselt (30:31/15.). Bis zur Pause konnte sich keine der beiden Mannschaften um mehr als vier Punkte vom Gegner absetzen.
Spannend blieb es auch im dritten Viertel. Mit dem nach Wiederbeginn wieder auf das Feld beorderten Gary Hamilton erarbeiteten sich die Licher einen Fünf-Punkte-Vorsprung (56:51/22.). Da Lich jedoch weiterhin Probleme damit hatte, Rhöndorfs Small Forward Terren Harbut (am Ende mit 31 Zählern Topscorer der Dragons) in den Griff zu bekommen, waren die Hausherren wenig später wieder im Vorteil (68:66/28.). Die Schlussphase des dritten Spielabschnitts gehörte aber wieder ganz klar den Gästen. „Jo“ Lischka erzielte aus der Mitteldistanz seine Punkte Nummer 21 und 22 (der 20-jährige Forward, der von Biller in Rhöndorf zeitweise auch auf der Position zwei eingesetzt wurde, war mit acht seiner elf Versuche aus der Halbdistanz erfolgreich) und Brandon Jenkins legte mit einem Drei-Punkt-Spiel, nachdem er zuvor Chris Grosse den Ball geklaut hatte, sowie einem erfolgreichen Wurf von jenseits der 6,25-m-Linie zum 75:68 (30.) nach.

„Wir haben heute von den zwei herausragenden Vorstellungen von Jo und BJ profitiert und darüber hinaus auch eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt. Ich denke, dass uns damit die Rehabilitation für das schlechte Spiel gegen Hagen gelungen ist“, freute sich Alex Biller, dessen Schützlinge hoffentlich in der Lage sind, am kommenden Samstag (29.03.) im nächsten Auswärtsspiel bei den Bremen Roosters an die am Menzenberg dargebotene klasse Leistung anzuknüpfen.
LTi LICH: Hamilton (14), Scholz (7), Perl (1), Jenkins (26), Johannes Lischka (36), Schick (4), Poiger (13), Benjamin Lischka (0), Pigford (3).
SOBA Dragons Rhöndorf: Krzyminski (9), Parker (14), Grosse (11), Rojik (13), Malbeck (9), Lange (0), Dlouhy (3), Woods (9), Harbut (31).
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