„Wir schaffen es einfach nicht, konstant Intensität auf das Spielfeld zu bringen“, sagte Lichs Trainer Alexander Biller nach der 62:75-Heimniederlage seiner Mannschaft und brachte damit den Hauptgrund auf den Punkt, weswegen das LTi-Team elf Spieltage vor dem Saisonende nicht seine Heimspiel-Chance vor 400 Zuschauern in der Dietrich-Bonhoeffer-Halle gegen Bremen dazu nutzen konnte, sich aus dem Abstiegsstrudel zu befreien. Der Trainer hatte seine Mannschaft vor dem Spiel eindringlich darauf eingestimmt, dass man gegen die Norddeutschen nur dann eine Chance hat, wenn man den Kampf annimmt – doch der überwiegende Teil der Licher Spieler war nicht dazu in der Lage, den Hebel im Kopf rechtzeitig umzulegen. Dieses „Kopfproblem“ der Licher Mannschaft spiegelte sich auch in einer Freiwurfquote nieder, die Trainer Biller als „unterirdisch“ bezeichnete: Lich versenkte nur knapp die Hälfte seiner Freiwürfe.

„Uns haben zwei Spieler gefehlt, das darf man auch nicht vergessen. Wir hätten noch einen Aufbauspieler gebraucht, außerdem mussten wir kurzfristig unsere gesamte Taktik umstellen, weil Johannes Lischka krank geworden ist. Johannes ist der Topscorer der Liga, so einen Ausfall kann kein Team wegstecken“, stellte Biller klar. Der amerikanische Rückkehrer Jesse Bunkley konnte sich diesmal mit 16 Punkten etwas besser in das Angriffsspiel integrieren, leistete sich aber auch sieben Ballverluste, weil er auf die „ungeliebte“ Position des Aufbauspielers ausweichen musste. „Wir leiden auch darunter, dass wir einfach nicht zusammen spielen. In der ersten Halbzeit hatten wir zu viele Einzelaktionen. Eigentlich wollten wir uns unserem Publikum besser präsentieren, aber die erste Halbzeit war einfach unintensiv“, ärgerte sich Alexander Biller.
Das LTi LICH dieses Heimspiel trotz der angesprochenen Schwächen trotzdem hätte gewinnen können, wenn man beispielsweise nur eine etwas bessere Freiwurfquote und eine bessere Nahdistanzwurfquote gehabt hätte, macht diese vertane Chance auf zwei Punkte umso ärgerlicher für den heimischen Pro-A-Ligisten.
LTi Lich: Klassen (6/2 Dreier), Perl, Reed (15/2), Ruth (n.e.), Benjamin Lischka (7), Bunkley (16/1), Külhan (n.e.), Tarver (17), Michalowicz (1).
Bremen Roosters: Freymond (15/1), Hakanowitz (2), Weddle (20/1), Fenneberg, Njei (19/3), Franke (2), Thompson (2), Turuschew (n.e.), Fikiel (3), Wheeler (n.e.), Sabourin (6), Massey (n.e.).


