

Auch nach der ersten Auszeit von Lichs Coach Alexander Biller wurde es zunächst nicht besser. Bis zur Viertelpause folgte ein 0:5-Lauf, ein erfolgreicher Dreipunktwurf von Joe Tesfaldet brachte die Hausherren mit 23:7 in Front. Schlichtweg erschreckend, was die Licher bis dahin beim Rebound abgeliefert hatten: 1:15 (!) lautete die Zwischenbilanz nach den ersten zehn Minuten aus Sicht der Gäste. „Wir waren zu Beginn der Partie mental einfach nicht bereit, haben nicht hart genug gespielt“, äußerte sich Alex Biller nach der Partie zur Leistung seiner Mannen im Anfangsviertel.
Auch im zweiten Viertel dauerte es eine Weile, bis die Licher richtig im Spiel angekommen waren. Nach jeweils zwei vergebenen Freiwürfen von Viktor Klassen und C.J. Pigford war es Center Gary Hamilton, der mit seinen Punkten sechs und sieben einen 0:11-Lauf beendete und auf 9:25 verkürzte (13.). Sein drittes Foul kassierte kurz darauf Pigford, der in der fünften Minute für den zu diesem Zeitpunkt ebenfalls schon mit zwei Fouls belasteten „Jo“ Lischka ins Spiel gekommen war.
Das Team von LTi LICH war jetzt aber aufgewacht, vermochte nun endlich auch physisch gegen den top besetzten Meisterschaftsanwärter dagegenzuhalten. In der Folge gelang es den Lichern mit wechselnden Verteidigungsvarianten die Nördlinger offensiv etwas aus dem Tritt zu bringen. Auf der anderen Seite fiel es den Gästen weiter schwer, gegen die Nördlinger Defense zu Korberfolgen zu kommen. Was dadurch erschwert wurde, dass die Licher über das gesamte Spiel hinweg von den Außenpositionen ungefährlich blieben (1 von 9 Dreiern, 4 von 13 aus der Mitteldistanz) und darüber hinaus auch eine zu schwache Freiwurfquote (44 Prozent, 12 von 27) aufzuweisen hatten. Immerhin, „Jo“ Lischka brachte sein Team in der 19. Minute auf 19:30 heran und das zweite Viertel ging mit 13:11 an die LTi-Truppe.
Nach dem Wechsel wurde es nicht mehr wirklich eng. Im dritten Viertel pendelte sich der Vorsprung der Hausherren zwischen zwölf und 20 Punkten ein. Mit einem seiner insgesamt drei Dreier erzielte der Ex-Gießener Waldemar Buchmiller kurz vor Ende des dritten Viertels das 57:38. In der 32. Minute lagen die VPV Giants dann sogar mit 63:40 vorne. Die Licher Truppe, die in Johannes Lischka (16 Punkte) und dem am Ende ausgefoulten Gary Hamilton (14) ihre erfolgreichsten Punktesammler hatte, bewies aber Moral und schaffte es, den Rückstand bis zur Schluss-Sirene noch deutlich zu reduzieren. Am Ende hieß es 57:70. Nun gilt alle Konzentration dem kommenden Sonntag (9. März), wenn für die Licher ab 17 Uhr die weitaus wichtigere Auswärtspartie beim Tabellenletzten DIMPLEX Falke Nürnberg auf dem Programm steht.
Punkteverteilung:
LTi LICH: Hamilton (14), Scholz (7), Klassen (6), Perl (0), Jenkins (6), Johannes Lischka (16), Schick (1), Poiger (0), Schneider (0), Pigford (7).
VPV Giants Nördlingen: Westley (16), Sheffield (7), Howard (17), Haag (0), Rastatter (0), Kazarnovski (7), Klein (0), Shaw (5), Tesfaldet (3), Buchmiller (9), Jeanty (6).


