

Und ungeachtet, ob es jetzt mit dem Licher Zweitligabasketball weiter geht oder nicht (eine Entscheidung diesbezüglich fällt am Mittwoch), für einen der Licher Spieler war die Partie gegen die Pfälzer, die in der Dietrich-Bonhoeffer-Halle übrigens 600 Zuschauer verfolgten, eventuell das letzte Spiel. Der Deutsch-Amerikaner Thomas Tripp, der LTi Lich in den ersten Saisonspielen kostenlos unterstützte, wird in dieser Woche erstmal wieder die Heimreise nach Berlin antreten. „Wenn es denn weitergehen sollte, dann glaube ich nicht, dass er für uns finanzierbar wäre“, meint Biller. Schade für LTi Lich, denn Tripp hatte gegen Kaiserslautern einen nicht zu unterschätzenden Anteil am Sieg. Allerdings kann man dieses Prädikat auch eigentlich jedem Spieler aus dem Licher Kader zuordnen, wie auch Biller bestätigte: „Jeder hat es heute verstanden, auf die eine oder andere Weise seine Chance zu nutzen.“

Und so kam Lich ins Spiel, und praktisch ging mit jeder Minute, in der die Licher konzentrierter wurden, die Ordnung beim Gegner immer mehr verloren. In der zweiten Halbzeit führten die Amerikaner der Pfälzer praktisch so gut wie kein System mehr aus, welches ihnen der Gästecoach ans Herz gelegt hatte. Die Gebrüder Lischka machten den hohen Rückstand im ersten Viertel zu einer Familienangelegenheit, steuerten gemeinsam acht Punkte in Serie bei, durch einen Dreier des Lauterer Guards Tim Schwartz mit der Schluss-Sirene der ersten zehn Minuten betrug der Rückstand aber immer noch 16:23.
Über ein 39:38 zur Halbzeitpause führten die Gastgeber nach 30 Minuten mit 65:54. Benjamin Lischka hatte in zehn Minuten Einsatzzeit elf Punkte beigesteuert, bei einer Trefferquote von 83 Prozent. Fünf Minuten vor Ende der Partie wurde es noch einmal brenzlig für die Licher, doch dann stellte Kapitän Rolf Scholz bei einer 76:69-Führung unter Beweis, dass er immer noch schneller ist als so mancher US-Guard, der gerade frisch vom College kommt. Scholz zog zweimal zum Korb, bediente erst Freese, dann Tripp, Lich führte mit 80:72. Eineinhalb Minuten vor Schluss lagen die Hausherren immer noch mit 87:79 vorne, es folgte eine ellenlange Foulserie der Pfälzer, den 101:94-Sieg ließen sich die Licher aber auch an der Freiwurflinie nicht nehmen.
Punkteverteilung:
LTi Lich: Scholz (10), Klassen (3), Perl (3/1 Dreier), Johannes Lischka (30/1), Tripp (8), Benjamin Lischka (11), Unger (2), Bunkley (10), Freese (24), Michalowicz.
teckpro Braves: Smallwood (2), Paeley (15/2), Schwartz (3/1), Ramanarivo (n.e.), Skender (7/1), Kreis (3), Bassett (18/4), Zyskunov (13), Ruffin (23/3), Brooks (10), Schulze (n.e.).


