

Extrem mager waren jedoch die vier Assists, die Lich im gesamten Spiel zu verzeichnen hatte. Das spricht deutlich Bände, der Großteil der Licher Punkte entstand durch Einzelaktionen. Des Weiteren verwandelten die Mittelhessen keinen einzigen ihrer insgesamt zehn Dreierversuche. Darüber konnte ein Spieler der Pfälzer wohl nur müde lächeln: Der Amerikaner Daniel Ruffin markierte 21 Punkte – allesamt durch Dreipunktewürfe.
Die beiden amerikanischen Guards der Licher machten kein schlechtes Spiel, aber auch kein Gutes. Mark Reed steuerte 15 Punkte und fünf Rebounds bei, konnte aber keinerlei Assists oder Ballgewinne verbuchen. Rückkehrer Jesse Bunkley hatte bei seiner Premiere im Heimspiel gegen Hagen noch einen rabenschwarzen Tag erwischt, diesmal lief es etwas besser. Seine 14 Punkte, drei Rebounds und zwei Assists fielen aber ebenfalls höchstens in die Kategorie „solide“. Gleiches traf auch auf den amerikanischen Powerforward Theo Tarver zu: Gegen seine 14 Punkte gab es überhaupt nichts einzuwenden, denn er ist allenfalls die dritte Option im Angriff der Licher.
Hinzu kommt, dass die Licher Mannschaft in dieser Besetzung Probleme hat, eine konstante Leistung in der Offensive abzuliefern – was auch nicht weiter verwunderlich ist, weil zurzeit lediglich sechs Spieler mit Zweitliganiveau einsatzbereit sind. Nach vier Minuten lagen die Gäste mit 3:10 hinten, in der achten Minute führte Kaiserslautern bereits mit 20:5. Im zweiten Viertel gelangen Lich zwei kleine Läufe, ein 4:0-Run zum 19:34 (15.) und ein 6:0-Zwischenspurt zum 28:39-Pausenstand.
Den Spielverlauf diktierten aber eindeutig die Hausherren, die nach 23 Minuten mit 50:28 vorne lagen und diesen Vorsprung auf 60:34 ausbauten (27.). LTi Lich verkürzte im Schlussviertel noch einmal auf respektable 20 Punkte Rückstand (62:82/37.), danach gelang nicht mehr viel.
teckpro Braves: Smallwood (11), Paeley (15/3 Dreier), Schwartz (n.e.), Ramanarivo (2), Damjanovic (9), Kreis (2), Wiley (14/1), Zyskunov (15), Fotsing (4), Ruffin (21/7), Brooks (3/1), Schulze.
LTi Lich: Scholz (n.e.), Klassen (n.e.), Perl (5), Reed (15), Ruth (2), Benjamin Lischka (9), Bunkley (14), Tarver (14), Michalowicz (9).


