


Auch Idbihi ist in Köln ein alter Bekannter. Der 25-jährige Deutsch-Marokkaner gehörte bereits in der letzten Spielzeit dem 99ers-Kader an. Nach guten Leistungen (Saisonschnitt: 10,9 Punkte, 5,5 Rebounds, beim 78:67-Heimsieg gegen Gießen Mitte Februar kam er auf 24 Punkte und 18 Rebounds) wurde der Power Forward und Center in diesem Jahr von Bundestrainer Dirk Bauermann erstmals in das Nationalteam berufen, hatte aber Pech, als er sich bei der bei Vorbereitung des DBB-Teams auf das vorolympische Turnier in Athen bei einer der ersten Trainingseinheiten einen Syndesmosebandriss am linken Knöchel zu zog und vorzeitig die Heimreise antreten musste. Nach erfolgreich absolvierter Reha in Köln unterschrieb Idbihi vor zwei Wochen einen Einjahrsvertrag bei den 99ers. Bei seinen ersten beiden Einsätzen überzeugte der Kämpfer, markierte 13,5 Punkte und 5,0 Rebounds pro Partie.
Das Punkteranking bei den Rheinländern führt Center Robert Turner an, der von 2005 bis 2007 mit der Showtruppe der Haarlem Globetrotters um die Welt reiste. Der 2,06m große US-Amerikaner erzielte in den ersten fünf Partien im Schnitt 15,2 Zähler. Hinter Idbihi folgen die Guards Zarryon Fereti (10,6 PpS, 36,8 Prozent Dreier) und Jeremy Hunt (9,2 PpS), der in der letzten Saison für den Zweitligisten Kaiserslautern Braves spielte.
„Auswärtsspiele sind immer schwierig. Dennoch gehören die 99ers zu den Teams in der Liga, die man schlagen kann. Ich hoffe, dass wir den Schwung aus dem Bonn-Spiel mitnehmen können und in Köln gewinnen“, blickte Gerrit Terdenge in der aktuellen Ausgabe des Magazins 46ers TV auf die Partie im Energy Dome voraus.

Schon vor Saisonbeginn ereilte die Nordseestädter eine Hiobsbotschaft. Power Forward Arturas Valeika zog sich bei einem Trainingslager der Eisbären in Palanga (Litauen) einen Kreuzbandriss zu. Als Ersatz wurde Marcus Slaughter (23) verpflichtet. Der vom französischen Erstligisten BCM Gravelines Dunkerque gekommene bewegliche und sprungstarke Forward schlug bei den Bremerhavenern voll ein: Mit 17,8 Punkten, 10,6 Rebounds, 2,8 Ballgewinnen und 1,2 Blocks pro Partie führt er bei den Eisbären gleich vier statistische Kategorien zum Teil deutlich an. Wenngleich im Schnitt auch 4,8 Ballverluste für den US-Boy notiert werden, ist Slaughter in der BBL der derzeit zweiteffektivste Spieler hinter Ulms Jeff Gibbs.

Kurz vor dem ALBA-Spiel besserten die Nordseestädter personell noch einmal nach: Der Litauer Darius Pakamanis erhielt einen Zweimonatsvertrag mit der Option auf eine Verlängerung bis Saisonende. Der 27 Jahre alte Guard, der bereits in Berlin sein Eisbären-Debüt gegeben hat (acht Punkte in 21 Minuten), ging 2007/2008 für den spanischen Erstligisten Grupo Capitol Valladolid auf Korbjagd und soll der Eisbären-Offensive vor allem aus der Distanz neue Impulse verleihen.
Gießens Head Coach Simon Cote lässt sich von dem schwachen Start der Eisbären nicht blenden und erwartet am Sonntag eine schwer zu knackende Nuss. „Ich befasse mich momentan noch mehr mit unserem nächsten Gegner Köln, aber so viel lässt sich jetzt schon sagen: Bremerhaven ist eine sehr gut gecoachte Mannschaft, die normalerweise einen sehr effizienten, guten Teambasketball spielt. Die Eisbären haben einige gute Rollenspieler und in Person von Marcus Slaughter einen sehr dominanten Akteur in ihren Reihen.“
Personell kann Cote am Freitag in Köln aller Voraussicht nach aus dem Vollen schöpfen: Der Gesundheitszustand von Corey Rouse hat sich gebessert. Der Power Forward, am Samstag im Spiel gegen Bonn durch Rückenbeschwerden in seiner Bewegungsfähigkeit stark eingeschränkt, nimmt seit Montag wieder am Training teil. Gehandicapt gewesen sind hingegen Maurice Jeffers (Beschwerden an der Patellasehne) und Danny Lewis, der am Dienstag im Training beim Kampf um den Ball einen Schlag gegen den Kopf erhalten hat.
Die Bilanz gegen Köln: 22-mal trafen beide Mannschaften seit dem Erstligadebüt des Kölner Teams in der Saison 2001/2002 (mit einem gewissen Gerrit Terdenge im Kader) in Liga eins aufeinander, davon alleine achtmal in den Playoffs. In sieben der 22 Spiele behielten die 46ers die Oberhand. Den letzten Erfolg gegen die 99ers gab es am 14. Oktober 2007 in der Sporthalle Gießen-Ost (78:68). Der letzte Sieg in Köln liegt schon etwas länger zurück: Am 26. Mai 2005 trimphierte das Gießener Team um Chuck Eidson in einem seinerzeit brütend heißen EnergyDome im entscheidenden fünften Playoff-Viertelfinalspiel mit 78:69.
Die Bilanz gegen Bremerhaven: Seit 2005 gehört Bremerhaven der BBL an. Von seither sechs Erstliga-Duellen konnten die 46ers zwei gewinnen. Die letzten beiden Heimspiele gegen die Eisbären endeten mit Gießener Siegen (66:62, 90:82).
Rund um das Spiel:
– Auf der Rasenfläche vor der Halle wird ein Wettbewerb in der Freizeitsportart Sixcup stattfinden: Jeder Teilnehmer steht drei Meter von dem Cup entfernt und gibt drei Schüsse mit einem so genannten Cyouball auf den Cup ab. Auf den Bällen (Würfeln) sind Zahlen drauf. Die Zahlen (auf den Bälle im Cup), die nach oben zeigen, werden addiert und ergeben Endsumme. Gewinner des Sixcups ist derjenige mit der höchsten Gesamtzahl. Jeder Teilnehmer zahlt 1,00 Euro. Der Gewinner wird in der Viertelpause zwischen dem dritten und vierten Viertel gekürt. Der/die Gewinner/in erhält ein original unterschriebenes Trikot der aktuellen LTi 46ers-Mannschaft. Bleibt auf gutes Wetter zu hoffen, denn nur dann kann der Wettbewerb stattfinden;
– Außerdem wird das Tolliwood Kinder Abenteuerland mit einer Hüpfburg und Maskottchen Woody vor Ort sein (ebenfalls nur bei gutem Wetter);
– Zudem gibt es aus Anlass des 600. Erstligaheimspiels des Gießener Teams den 600,00-Euro-Wurf: Ein Zuschauer wird ausgewählt und hat die Möglichkeit, aus cirka zehn Metern in den Korb zu werfen. Fällt der Ball durch den Ring, erhält der Besucher einen Gutschein in Höhe von 600,00 Euro von der Sparkasse Gießen; der Premium-Partner der LTi 46ers fungiert am Sonntag als „Sponsor of the day.


