US-Pointguard Nigel Scantlebury kommt mit vielen Vorschusslorbeeren aus Slowenien zu den GIESSEN 46ers.
Die GIESSEN 46ers vermelden einen weiteren hochinteressanten Neuzugang für die Saison 2026/27 in der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA: Mit Nigel Scantlebury kommt ein 26 Jahre alter US-Amerikaner an die Lahn, der bisher noch nie in Deutschland aktiv war, der aber zuletzt in Slowenien nachhaltig auf sich aufmerksam machte.
„Ich habe mit einigen Coaches, die ihn erlebt haben, telefoniert“, berichtet Cheftrainer „Frenki“ Ignjatovic. „Alle haben mir ein sehr positives Feedback gegeben, so dass ich sagen kann: Wir erwarten Großes von ihm!“
Es sind Worte, die der Pointguard locker wegsteckt: „Mein Ziel ist ganz klar, in die BBL aufzusteigen. Das wäre großartig für den Club, für die Stadt, für die Fans. Ich freue mich sehr darauf, an diesem Ziel zu arbeiten. Den Anhängern darf ich versprechen, dass sie einen Kämpfer, einen harten Arbeiter bekommen werden. Einen, der den Namen seines Clubs mit Stolz auf seinem Trikot trägt. Und der nahbar, der für alle ansprechbar ist. Meinen künftigen Teamkollegen sage ich, dass ich professionell arbeite. Ich liebe das Spiel, ich mag es, mich jeden Tag reinzuhauen. Meine Mitstreiter können sich auf mich verlassen.“
Was die seines letzten Vereins KK Zlatorog Lasko, vielen besser bekannt als Pivovarna Lasko (bis 2006), sicher unterschreiben würden. 27 Partien absolvierte Nigel Scantlebury für das Team aus der Untersteiermark, in denen er durchschnittlich 31 Minuten auf dem Parkett stand. Dass Lasko am Ende auf Rang sieben nach der Hauptrunde der sogenannten „Liga OPT Banka“ ankam, hatte das Team auch den im Schnitt 18 Punkten, drei Rebounds und sechs Assists des jungen Mannes aus Rochester/New York zu verdanken.
Seine stärksten Auftritte hatte der Spielmacher bei der 78:79-Niederlage gegen Terme Olimia (30 Punkte) und beim 90:74-Erfolg gegen die Helios Suns, als ihm 28 Zähler glückten. Elf Assists waren es im März gegen Sencur Gor, immerhin acht Rebounds am drittletzten Spieltag gegen SD Rogaska Slatina und kurz nach dem Saisonstart gegen Hopsi Polzela.
Ausgebildet wurde der 1,82 Meter große Point Guard, der am 10.03.2000 Geburtstag hat, bei den Central Connecticut Blue Devils, für die er in der NCAA, der höchsten Uni-Liga in den USA, drei Spielzeiten auf dem Feld stand. Scantleburys erste Station in Übersee war NEXTGEN aus Nitra, der fünftgrößten Stadt der Slowakei. Schon dort beeindruckte der 26-Jährige mit starken 21 Punkten, vier Rebounds und vier Assists.
„Wie andere deutsche Clubs auch hatten wir Nigel schon länger auf dem Radar“, bekennt Branislav Ignjatovic. „Wir sind sehr froh, dass er sich nun für Gießen entschieden hat.“ Der Deutsch-Serbe gibt allerdings auch zu bedenken, „dass Nigel noch nie in Deutschland gespielt hat“ und er sich erst noch an die Liga gewöhnen müsse. Er sei ein typischer Combo-Guard mit einem guten Schuss und einer solider Defense. „Meine Erwartungen an ihn sind hoch.“
Was Nigel Scantlebury, der sich derzeit noch bei seinen Eltern in Rochester aufhält, nicht schreckt. „Ich mache Workouts und stelle einfach sicher, dass ich gut in Form bin, wenn ich nach Deutschland komme, um Gas zu geben.“ Abschließend lässt der Regisseur via WhatsApp-Sprachnachricht noch wissen: „Ich bin sehr gesegnet. Gott hat mir den Segen geschenkt, für Gießen spielen zu dürfen. Ich werde alles tun, um dem gerecht zu werden.“ Es sind Worte, die „Frenki“ Ignjatovic, selbst christlich-orthodoxen Glaubens, gerne hören wird …


