(Foto: Nathalie Zweifler)

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Ralph Junge macht in Nürnberg als Cheftrainer und Geschäftsführer weiter.

Die Nürnberg Falcons haben die letzte offene Trainerstelle in der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA geschlossen – und dies mit einem alten Bekannten: Denn Ralph Junge, Gründer und Geschäftsführer der Mittelfranken, macht weiter und wird das Team in seine zehnte, seine Jubiläumssaison, führen. „Es hat bereits in der letzten Spielzeit viel Spaß gemacht, die Entwicklung in der Mannschaft zu sehen. Jetzt wollen wir zeigen, dass mit einem guten Saisonstart vielleicht noch mehr drin ist. Es wartet eine herausfordernde Saison mit vielen ambitionierten Teams auf uns“, sagte der 56-Jährige, der im sportlichen Bereich nach wie vor von Derrick Taylor, Tim Black und Valentin Hirsch unterstützt wird. Auf Geschäftsführer-Ebene bildet Junge zudem weiter ein eingespieltes Duo mit Nicolas Hinrichsen. Im Sommer gab es Gespräche mit potenziellen Kandidaten für den Trainer-Posten, dem Vernehmen nach unter anderem auch mit dem Ex-Gießener „Cha Cha“ Zazai, dessen ART Giants Düsseldorf aus wirtschaftlichen Gründen den Rückzug aus dem deutschen Unterhaus angetreten haben. Nach der einen oder anderen Absage, aber auch, wie Nürnberg selbst bekannt gab, „sportlichen und finanzielle Gründen“, trafen die Verantwortlichen dann die Entscheidung, weiter auf Ralph Junge in Personalunion zu setzen.

Einen neuen Mann am Office-Ruder haben unterdessen die Eisbären Bremerhaven in ihren eigenen Reihen gefunden. Denn Geschäftsführer Johannes Marggraf wird sich aus dem Tagesgeschäft zurückziehen, für ihn übernimmt ab Oktober Max Melching. Der 34-jährige Bremer ist in der zurückliegenden Saison noch als Trainer des Profi-Nachwuchses in Erscheinung getreten. Mit seinem Team gelang ihm zuletzt der Aufstieg in die 1. Regionalliga Nord. Zuvor hatte Melching in der Unternehmensleitung und strategischen Führung verschiedener Firmen gearbeitet. Marggraf, der die Geschäftsführung in der zurückliegenden Spielzeit interimsweise innehatte, wird seinen Fokus künftig wieder auf seinen Job bei Stahlbau Nord als kaufmännischer Leiter legen. Er bleibt den Eisbären jedoch als Mitglied der Geschäftsführung in beratender Funktion erhalten.

Ihre Kaderplanung abgeschlossen haben rechtzeitig zum Trainingsstart die HAKRO Merlins Crailsheim. Mit Chuck Harris konnten die Hohenloher einen ausgewiesenen Dreierspezialisten verpflichten, der zuletzt für die Southern Methodist University am Ball war. In Texas spielte er in seinem ersten Jahr als Senior die beste Saison seiner bisherigen Karriere. In 32 Matches kam er auf durchschnittlich 30 Minuten und 13 Punkte. „Chuck ist ein vielseitiger Scorer und guter Werfer, der mehrere Positionen besetzen kann. Er kommt direkt vom College, trotzdem hatte er bereits in seinem vorherigen Team eine wichtige Rolle. Wir freuen uns, dass Chuck seine Profikarriere bei uns beginnt“, so Bogdan Radosavljevic, der Sportliche Leiter der „Zauberer“.

Kaum einen Stein auf dem anderen gelassen haben die Bozic Estriche Kirchheim Knights, die die GIESSEN 46ers zum Saisonstart am Samstag, 27. September (19 Uhr), zu ihrem ersten von drei „Event-Spielen“ in der EWS-Arena in Göppingen empfangen. Tragende Säulen wie Bradon Norris, Demetrius Ward, Aidor Pickett, James Graham und Jasin Kolo haben die Truppe von Cheftrainer Igor Perovic verlassen, dafür wurden die Teckstädter an der University of Pennsylvania fündig. Mit Nick Spinoso holten sie einen 110 Kilogramm schweren Center, der unter beiden Körben aufräumen soll. Zuvor waren bereits Forward Tylan Pope, Guard Tyrel Morgan (beide Texas State University) und Pointguard Phillip Russell (Virginia Commonwealth University) aus Übersee ins Schwabenland gekommen. Dennoch zeigte sich Igor Perovic beim Trainingsstart an diesem Montag nicht frei von Sorgen. Neuzugang Aeneas Jung ist noch zwei Wochen mit der Nationalmannschaft von Zypern unterwegs, den aus Dresden gekommene Lukas Zerner plagt eine hartnäckige Schambeinentzündung. „Wenn alles gut verläuft, wird er uns in zwei bis drei Wochen zur Verfügung stehen“, so Kirchheims Sportchef Chris Schmidt.

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