BUNTE BÜHNE BASKETBALL (61)

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Im Ringen um die Playoffs machen die PS Karlsruhe LIONS in Köln aus einem 61:67-Rückstand noch einen 69:67-Erfolg.

Die PS Karlsruhe LIONS sind die Mannschaft der Stunde in der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA. Sieben Siege aus den letzten zehn Partien sprechen derzeit klar für einen Playoff-Einzug der Badener, die mit nur zwei Erfolgen aus den ersten acht Begegnungen dieser Saison einen eher schleppenden Start aufzuweisen hatten. Dass zuletzt sogar Siege bei den Artland Dragons (94:87) und gegen Tabellenführer Phoenix Hagen (116:109 in der Overtime) heraussprangen, hat die Konkurrenten um Platz acht wie die VfL SparkassenStars Bochum (zuletzt vier Niederlagen in Folge), die Rhein-Stars Köln (zwei Siege aus den letzten sechs Partien), die am Samstag (19 Uhr) Gast der GIESSEN 46ers sind, die EPG Baskets Koblenz, die nur eines ihrer vergangenen fünf Matches gewinnen konnten, und die Nürnberg Falcons, die aus den letzten elf Spielen nur zweimal als Sieger vom Parkett gingen, beeindruckt.

Nicht das entscheidende, aber zumindest ein vorentscheidendes Match im Ringen um den Einzug in die K.o.-Runde entschieden die PS Karlsruhe LIONS am Wochenende als Gast der RheinStars Köln mit 69:67 zu ihren Gunsten, obwohl die Schützlinge von Coach Demond Green 90 Sekunden vor der Schlusssirene noch mit 61:67 zurücklagen. Dann jedoch streute Isaiah Hart sechs Punkte bei, ehe Wesley Oba den Sieg perfekt machte. Ohne Maurice Pluskota, Jason George sowie Kapitän Julian Albus lag Karlsruhe die komplette Spielzeit in Köln zurück, so dass Green am Ende von einem „glücklichen Sieg“ sprach.

Beim deutlichen 96:75-Sieg von Spitzenreiter Phoenix Hagen gegen die auf Nickolas Bretzel und Tyrel Morgan verzichtenden Bozic Estriche Knights Kirchheim stellte Regisseur Marcus Graves mit zwölf Assists einen teaminternen Bestwert in dieser Runde auf. Da es auch sein erstes Double-Double seit seinem Wechsel aus Trier an die Volme war, jubelten 3145 Zuschauer in der zum fünften Mal in dieser Runde ausverkauften Ischelandhalle frenetisch. Hagen trat ohne die grippekranken Bjarne Kraushaar und Ryan Schwieger an, so dass der Ex-Gießener Tim Uhlemann und Jeff Carroll die einzigen Phoenix-Profis sind, die in allen 31 bisherigen Partien auf dem Parkett standen.

Nach zuletzt vier Niederlagen in Serie befindet sich Neuling Bayer Giants Leverkusen mehr denn je mit einem Bein in der ProB. Die Schützlinge des ehemaligen 46ers-Geschäftsführers Michael Koch unterlagern mit 94:103 bei den EPG Baskets Koblenz, so dass sie weiterhin auf dem vorletzten Platz rangieren. Nach einer schwachen ersten Halbzeitz lag Leverkusen am Deutschen Eck schon mit 40:55 zurück, fightete sich aber in die Partie zurück, so dass Kobe Langley sogar einen Fastbreak per Dunk zur 82:81-Führung (33.) vollendete. Erstmals in dieser Saison erzielten drei „Giganten“ in einer Partie mindestens 20 Zähler. Mit 26 Punkten, sechs Rebounds und zwei geblockten Würfen war Lök Wur der beste Farbenstädter an diesem Nachmittag. Der Forward kam auf eine Gesamteffektivität von 28. Dennis Heinzmann fuhr ein weiteres Double-Double ein (20 Zähler und zehn eingesammelte Abpraller). Auch John Williams Jr. überzeugte mit einer guten Angriffsleistung und 26 Punkten. Dass Mike Koch seiner Mannschaft bescheinigte, sie habe „Charakter“ bewiesen, half Leverkusen vor dem wahrscheinlich im Abstiegskampf richtungsweisenden Duell am Sonntag gegen Tabellenvordermann SBB Baskets Wolmirstedt nichts mehr. 

Und dann sind da noch die Artland Dragons, die mit ihrem sechsten Sieg in Serie, der beim 97:88 gegen die Tigers Tübingen enger ausfiel als erwartet, das formstärkste Team der Liga sind. Wieder einmal setzten die überragenden Amir Hinton und Ben Burnham die Akzente. Der syrische Internationale Hinton markierte 23 Punkte bei neun Rebounds, US-Rookie Burnham legte 20 Zähler bei überragenden 16 eingesammelten Abprallern auf. Kein Wunder also, dass Coach Hendrik Gruhn vor dem Duell bei Schlusslicht Uni Baskets Münster urteilte: „Die Jungs sind weiterhin hungrig. Wir wollen uns in den verbleibenden drei Spielen eine möglichst gute Ausgangsposition für die Playoffs erarbeiten.“ 

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