

Was nicht zuletzt daran lag, dass den Korbjägern des Gießener Teams vor 2400 Zuschauern im Bonner Telekom Dome mit zunehmender Spielzeit die Kräfte ausgingen. Mit Maurice Jeffers und Michael Umeh mussten zwei Akteure über die volle Spielzeit von 40 Minuten gehen, auch Small Forward Johannes Lischka, der eine starke Reboundleistung zeigte und sich 15 Abpraller sicherte, kam mehr als 36 Minuten zum Einsatz. 
Bonn erwischte den besseren Start und konnte sich besonders dank der Treffsicherheit des Senegalesen Moussa Diagne, der seine sieben Punkte allesamt in den ersten drei Minuten erzielte, eine 10:6-Führung erspielen. Auch danach gelang es den LTi 46ers zunächst nicht, die Angriffe der Telekom Baskets zu stoppen. Alex King sorgte in der neunten Minute für das 22:14 aus Sicht der Gastgeber. Robert Maras, der in der achten Minute für den zu diesem Zeitpunkt bereits mit drei Fouls belasteten „Flo“ Hartenstein in die Partie gekommen war, markierte von der Freiwurflinie die letzten Punkte im ersten Abschnitt (22:16).
Gießen wechselte in der Verteidigung oft zwischen Mann-Mann-Verteidigung und einer Zonendeckung, wollte so den Rhytmus des Gegners stören. Das klappte besonders in den zweiten zehn Minuten hervorragend. Die Trefferquote der Truppe von Head Coach Michael Koch sank in den Keller, von der Dreipunktelinie waren die Bonner Distanzschützen ganz und gar erfolglos – nur einer von elf Baskets-Dreiern in Hälfte eins fand den Weg durch die Gießener Reuse. Die 46ers konnten in der zwölften Minute durch Corey Rouse zum 22:22 ausgleichen und blieben auch als Mike Koch seine zweite Fünf daraufhin geschlossen vom Feld nahm auf Tuchfühlung zum Gegner. Nach einem Umeh-Dreier und einem Ballgewinn von Johannes Lischka gegen Bonns Power Forward Brandon Bowman sorgte Maurice Jeffers in der 19. Minute am Brett sogar für die erste Führung des dreimaligen Pokalsiegers von der Lahn (31:30).
Bedingt durch das Fehlen von Starting-Point Guard Schaffartzik und eines zweiten Aufbauspielers, der in Kürze verpflichtet werden soll, sahen die Gießener Angriffsbemühungen gegen die bekanntermaßen als starke Verteidigungsmannschaft geltenden Bonner erwartungsgemäß nicht immer souverän aus. 
Der anfangs bereits erwähnte schwache Start in das dritte Viertel lag auch in einer schwachen Ausbeute von der Freiwurflinie begründet: Sowohl Corey Rouse als auch Robert Maras konnten keine ihrer Ein-Punkt-Chancen verwerten, hinzu kam ein technisches Foul gegen die Gießener Bank, welches von Winsome Frazier, am Ende mit 22 Zählern Topscorer der Partie, mit zwei Freiwurftreffern zum 44:33-Zwischenstand in der 26. Minute bestraft wurde. Umeh und Jeffers verkürzten auf 37:44 (28.), doch fünf Punkte in Folge von Alex King brachten Bonn mit zwölf Zählern in Front (49:37/29.). Die Gießener Fünf mühte sich im Schlussviertel, den Gastgebern punktemäßig auf die Pelle zu rücken und kam nochmal auf sechs (45:51/31.) bzw. sieben (48:55/34.) Punkte heran, hatte schließlich aber nicht mehr die nötige Power, um dem Spiel eine komplette Wende geben zu können.
Trotz der Niederlage und des damit verbundenen Ausscheidens bleibt festzuhalten, dass die LTi 46ers in Bonn vor allem in kämpferischer Hinsicht überzeugt haben. Jetzt gilt alle Konzentration der Bundesliga, in der bereits am kommenden Samstag ein ganz wichtiges Heimspiel auf die Cote-Truppe wartet. In der Sporthalle Gießen-Ost empfängt der Tabellen-17. den nur zwei Punkte mehr aufweisenden Tabellen-15. Paderborn Baskets (Sprungball um 20 Uhr). Vor diesem Hintergrund und der Tatsache, dass noch unklar ist, ob Heiko Schaffartzik gegen Paderborn schon wieder eingesetzt werden kann, war es wichtig, dass sich bei der heutigen Pokalpartie glücklicherweise kein weiterer 46ers-Spieler verletzt hat.
Punkteverteilung:
Telekom Baskets Bonn: Rowland (6), Frazier (22), Strasser (2), King (9), Diagne (7), Clifford (0), Kolodziejski (0), Flomo (6), von Heydebrand (0), Bowman (12), Johnson (3).
LTi GIESSEN 46ers: Jeffers (11), Umeh (11), Terdenge (2), Lischka (5), Maras (6), Rouse (11), Freese (0), Hartenstein (10).


