Die nächste Heimpartie innerhalb einer Woche steht für die JobStairs GIESSEN 46ers in der easyCredit Basketball Bundesliga an. Am 16. Spieltag empfangen die Mittelhessen das Überraschungsteam der BG Göttingen in der Sporthalle Gießen-Ost. 170 ausgeloste 46ers-Dauerkarteninhaber können unter 2G+-Bedingungen und mit FFP2-Maske die Partie am Samstag, den 8. Januar um 18.00 Uhr live vor Ort verfolgen. MagentaSport überträgt das tabellarisch ungleiche Duell mit Vorberichterstattung ab 17.45 Uhr live und on demand. Durch die Sendung wird Kommentator Daniel Pinschower führen.
Sebastian Schmidt (Sportdirektor JobStairs GIESSEN 46ers): „Göttingen spielt bis jetzt, trotz der letzten beiden Niederlagen, eine ganz starke Saison. Sie bewegen den Ball sehr gut, spielen physisch und als Team, haben jedoch auch sehr starke Individualisten wie zum Beispiel Kamar Baldwin. Wir können die BG nur im Kollektiv schlagen und müssen zwingend mehr das Teamplay suchen, nicht nur im 1:1 den Korb attackieren und vor allem mental von der ersten Sekunde an auf der Höhe sein. Auch wenn es sehr schwer werden wird: wir wollen unbedingt gegen Göttingen den Negativlauf beenden und zwei Punkte einfahren.“
Pete Strobl (Cheftrainer JobStairs GIESSEN 46ers): „Wir befinden uns mitten in einer sehr schwierigen Phase und müssen beweisen, dass wir diese überwinden können. Jedes Spiel, das wir spielen, ist entscheidend für unser Überleben. Göttingen spielt eine großartige Saison und wir wissen, dass sie bereit sein werden. Wir müssen uns in jeder Hinsicht verbessern und kämpfen, als ob unser Leben davon abhängt.“
Der Saisonverlauf der JobStairs GIESSEN 46ers und der BG Göttingen könnten sich aktuell nicht unterschiedlicher gestalten. Die Mittelhessen fristen in den Niederungen der Tabelle, während die Niedersachsen in den Playoff-Plätzen rangieren. Dabei legen die Veilchen weitestgehend ähnliche Werte wie die 46ers auf das Parkett, doch die Mannen von Headcoach Roel Moors präsentieren sich mit 40.1% von jenseits des Perimeters extrem treffsicher und bilden mit dieser Quote die Ligaspitze. Was bei knapp 26 Versuchen rund elfmal in die Reuse gleitet, funktioniert beim „Midrange-Game“ bei einer 49.3%-Feldwurfquote nur bedingt. An die Straflinie sollte man die Veilchen dennoch nicht bringen, denn mit einer fast 77-prozentigen Wahrscheinlichkeit versenken sie diese freien Würfe erfolgreich.
Ganz weit vorne im internen Ranking dieser Disziplin sind in dieser Saison die gutaufgelegten Guards Kamar Baldwin (91.4%), Stephen Brown (87.1%) und Jake Toolson (86.4%). Das effiziente Trio geht die meisten Minuten auf dem Feld und weiß mit Scoring sowie Passspiel gewinnbringend zu agieren. Während mit Toolson der zweitbeste Scorer (12.9 PpS) der BG sein Heil mit einer Trefferquote von satten 50.0% aus der Distanz sucht, sind Baldwin und der Ex-Gießener Brown mit 19.0 PpS bzw. 12.8 PpS sowie 3.6 ApS bzw. 5.6 ApS für die Vielfältigkeit des Spiels verantwortlich.
Doch zuletzt mussten die Veilchen neben der 85:93-Heimniederlage gegen Braunschweig gestern auch noch den Ausfall vom Corona positiv getesteten Stephen Brown vermelden. Der Ex-Gießener, der glücklicherweise ohne Symptome in der Quarantäne verweilt, war der Einzige positive Fall nach mehreren PCR-Testungen der Veilchen und konnte somit beim gestrigen Auswärtsspiel in Bayreuth nicht eingreifen, was letztendlich zur knappen 72:75-Niederlage führte. Es war gerade einmal die zweite Schlappe der so auswärtsstarken Niedersachsen in der Fremde. Die kleine Rotation zeigte dort auch wieder einen mannschaftsdienlichen Basketball und hatte mit dem starkaufspielenden Baldwin (25 Punkte, 5 Assists) einen überragenden Akteur in den Reihen. Neben dem zweibesten Scorer der easyCredit BBL spielen Veteranen wie Harper Kamp (5.8 PpS) und Akeem Vargas (5.9., 3.4 RpS) im Roster eine wichtige Rolle. Zudem gehören Mathis Mönninghoff (6.4 PpS, 3.9 RpS) und der zweitgrößte Spieler der Liga, Center Philipp Hartwich (4.0 PpS, 4.6 RpS, 1.4 BpS), zu den wichtigen Bausteinen des defensiv geprägten Systems.
Zum Knacken dieses Systems hat Cheftrainer Pete Strobl alle Spieler in seinem Kader zur Verfügung, sodass es für die Mittelhessen nach einem gestrigen Teamabend heißt in die Spur zu kommen und die wichtigen Zähler an der Lahn zu behalten.


