65:76-Niederlage in Göttingen

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Big Point liegengelassen. In Niedersachsen ist für die LTi GIESSEN 46ers in der Beko Basketball Bundesliga nichts zu holen. Eine Woche nach der Niederlage in Braunschweig mussten sich die LTi 46ers auch der BG Göttingen geschlagen geben. Am Ende des 28. Spieltages hieß es 76:65 (45:37) für den Gastgeber. Da half auch nichts, dass mit 22 Punkten einmal mehr Barry Stewart bester Schütze der Partie war.

Vor 2574 Zuschauern in der Sparkassen-Arena startete Gießen als die bessere Mannschaft in die Partie. Wie bereits zuletzt gegen München, setzten die LTi 46ers, angefeuert von knapp 200 mitgereisten Fans, auch Göttingen sofort unter Druck. Die Gastgeber schafften es in den Anfangsminuten nicht, sich gute Schüsse herauszuspielen. So gelang es den Mittelhessen, mit 5:0 (2.) ins Spiel zu starten. Nach acht Minuten waren dann aber auch die Niedersachen dank fünf Ballverlusten der Harmsen-Truppe zurück im Spiel. Am defensiven Brett arbeiteten Elvir Ovcina und Co. nicht konsequent genug. Die BG kam immer wieder zu zweiten Chancen, die sie zu nutzen wussten und mit 17:16 in Führung gingen (8.). Alleine nach dem ersten Viertel standen auf Seiten der Gastgeber bereits drei Offensiv-Rebounds auf der Habenseite. Die Nervosität bei diesem wichtigen Aufeinandertreffen war den beiden Mannschaften deutlich anzumerken. Zu viele Fehler in Verteidigung und Angriff bestimmten das LTi 46ers-Spiel und so ging es nach den ersten zehn Minuten mit einem 24:27 in die Viertelpause.

Nach zehn Punkten von Barry Stewart in Viertel eins war es auch im zweiten Abschnitt dem US-Amerikaner zu verdanken, dass die LTi 46ers nach zwölf Minuten nur mit 26:33 zurück lagen. Zwölf Punkte hatte Stewart bereits zu diesem Zeitpunkt auf seinem Konto. Am Ende war der Guard mit 22 Punkten erneuter Topscorer seiner Mannschaft. Nach einem erneuten Dreier von Barry Stewart war das Spiel beim 35:35 (16.) wieder ausgeglichen. Aber: Mit einem 9:0-Lauf gelang es der Mannschaft von Trainer Michael Meeks erneut, sich abzusetzen und so ging es nach dem zweiten Viertel mit einem 37:45 in die Halbzeitpause. „Göttingen ist sehr intensiv ins Spiel gekommen und hat zudem schwierige Würfe getroffen. Nach dem Sieg gegen Frankfurt hatten sie sichtbar mehr Selbstvertrauen“, analysierte Björn Harmsen die ersten zwanzig Minuten.

Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs war die Nervosität unter allen Beteiligten zu spüren. Es dauerte zwei Minuten, bis der ehemalige LTi 46ers-Akteur Max Weber per Freiwurf den ersten Zähler markierte. Nach sechs Punkten in Folge von Elvir Ovcina waren dann aber die LTi 46ers beim 46:49 (26.) zurück im Spiel. Die Mannschaft von Trainer Björn Harmsen wusste das Momentum allerdings nicht zu nutzen, produzierten zu viele Fehler und lag so nach 27 Minuten 55:46 zurück. Mit einem 56:48 ging es ins entscheidende Viertel.

Wie in den Spielen zuvor wussten die LTi 46ers auch in Göttingen nicht, die sich ihnen bietenden Chancen zu nutzen. Fehler reihten sich bei den Gastgebern aneinander, doch Stewart und Co. gelang es nicht, Kapital daraus zu schlagen. Zwar blieb Göttingen immer in Sichtweite (60:54, 36.), doch es gelang der Harmsen-Truppe nicht, in Schlagdistanz zu kommen. Als Matt Bauscher 85 Sekunden vor dem Ende per Dreier das 65:58 erzielte, war das Spiel endgültig entschieden. Am Ende hieß es 65:76. „Göttingen hat verdient gewonnen. Es war für uns das erwartet schwere Spiel. Sie haben exzellent verteidigt. Wir haben in manchen Phasen zu ungeduldig gespielt und haben zudem schlechte Entscheidungen getroffen“, resümierte Björn Harmsen.

Den LTi GIESSEN 46ers bleiben jetzt zwei Wochen Zeit, um diese Niederlage hinter sich zu lassen und sich auf das Heimspiel gegen die EWE Baskets Oldenburg (31. März 2012, 20 Uhr) vorzubereiten. „Wir müssen sehen, dass wir gegen Oldenburg nochmal eine Energieleistung wie gegen München schaffen und zuhause gewinnen“, zeigte sich Björn Harmsen nach dem Spiel bereits kämpferisch mit dem Blick in Richtung des nächsten Spiels.

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