

In den ersten 20 Minuten zeigten die LTi 46ers eine gute Leistung. Vor allem kämpferisch überzeugte der Tabellen-16. von der Lahn, der auf den grippekranken Johannes Lischka verzichten musste und darüber hinaus mit Corey Rouse (Schulterverletzung aus dem Tübingen-Spiel), Seamus Boxley (verletzte sich im Leverkusen-Spiel ebenfalls an der Schulter) und Richard Poiger drei angeschlagene Spieler in seinen Reihen hatte. 
Nach einem 4:10-Rückstand ging Gießen in der achten Minute erstmals in Führung (Dreier Roessler zum 17:16). Eine erste Schwächephase des Gießener Teams führte dazu, dass der TOP-FOUR-Teilnehmer aus dem Schwabenland zu Beginn des zweiten Viertels mit 28:18 vorne lag. Die Gäste fanden jedoch wieder in die Spur und antworteten mit einem 10:2-Lauf zum 28:30 (17.), herausgeworfen vornehmlich von Terdenge und Obie Trotter, der am Ende mit 15 Punkten erfolgreichster Punktesammler der LTi-Truppe war. Bis zum 32:36 (19.) hielt Gießen Anschluss, ehe Lubu mit einem 6:0-Lauf den Vorsprung erneut auf zehn Zähler ausbaute. Nach Freiwurftreffern von Terdenge ging man mit einem Acht-Punkte-Rückstand in die Halbzeitpause (34:42).
Nach dem Wechsel waren es ein erfolgreicher Dreier von Danny Lewis und Nahdistanzpunkte von Trotter, die den Rückstand bis zur 22. Minute (39:46) nicht größer werden ließen. Doch da die Fastbreakverteidigung der LTi 46ers in der Folge aus unerklärlichen Gründen so gut wie nicht mehr existent war, gestattete man Ludwigsburg einen weiteren Punkte-Zwischenspurt, von dem sich die Leibenath-Truppe nicht mehr erholte. 
Die Barockstädter hatten sich spätestens am Ende des dritten Viertels (75:47) in einen Rausch gespielt. Offensiv gelang der EnBW-Truppe nun nahezu alles, was auch darin zum Ausdruck kam, dass die Mannen von Trainer Silvano Poropat sieben ihrer insgesamt acht Treffer von jenseits der Dreierlinie nach der Pause einnetzten. Im letzten Viertel konnten die LTi 46ers, bei denen alle Spieler zum Einsatz kamen, immerhin noch etwas Ergebniskosmetik betreiben. Zwischenzeitlich befand man sich „nur“ noch mit 18 Punkten im Hintertreffen, bei Ertönen der Schluss-Sirene musste sich das Bundesliga-Gründungsmitglied mit 22 Zählern Differenz geschlagen geben.
Durch diese Niederlage werden die LTi 46ers die Saison als das Team mit der schlechtesten Auswärtsbilanz aller 18 Erstligisten beenden. Nur eine der 17 Partien auf fremdem Parkett konnte Gießen gewinnen. Ihr letztes Saisonspiel bestreiten die Mittelhessen am 10. Mai ab 19.30 Uhr in der Sporthalle Gießen-Ost, wo sie sich in dieser Saison deutlich wohler gefühlt haben und acht von 16 Spielen gewinnen konnten. Zu Gast werden die Artland Dragons sein, die nach ihrem Sieg im Spitzenspiel in Leverkusen auf Platz zwei der BBL-Tabelle vorgerückt sind.

EnBW-Coach Silvano Poropat: „Wir haben in den letzten zwei bis drei Wochen unheimlich viel Selbstvertrauen getankt und konnten uns von Tag zu Tag steigern. Ich denke, die Mannschaft hat sich in ihrem letzten Heimspiel eine solche Leistung gewünscht und alles dafür getan, um sich mit einem Erfolgserlebnis von den Zuschauern zu verabschieden. Meine Spieler und vor allem unsere großartigen Fans haben sich das auch definitiv verdient und deshalb bin ich nach dem heutigen Spiel sehr zufrieden. Wir haben im dritten Viertel wirklich großartigen Basketball gespielt und das Spiel hat heute sehr viel Spaß gemacht. Nun müssen wir versuchen in den nächsten Tagen noch einmal ein paar Prozent drauf zu packen um topfit nach Hamburg zu reisen.“
Punkteverteilung:
LTi GIESSEN 46ers: Umeh (4), Terdenge (12), Lewis (7), Buljevic (2), Trotter (15), Poiger (4), Robinson (1), Rouse (10), Roessler (12), Boxley (0), Hartenstein (0).
EnBW Ludwigsburg : Harris (4), Yarbrough (13), Ferreira do Nascimento (12), McCray (3), Collins (0), Zdavkovic (0), Mittmann (0), Kesselring (0), Fahrad (9), Ross (23), Schaffartzik (6), Woudstra (10).
Alle Bilder: Mediashots Werbefotografie.


