Das einfachste Spiel des Jahres

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„Das ist das leichteste Spiel des Jahres!“ LTi GIESSEN 46ers-Coach Björn Harmsen ist sich vor dem 24. Spieltag in der Beko Basketball Bundesliga bei den Brose Baskets aus Bamberg (Sonntag, 17 Uhr) sicher: Seine Jungs können nur gewinnen. Jeder kalkuliert eine Niederlage ein, schon ein achtbares Ergebnis wäre wie ein kleiner Sieg. Der Meister und Pokalsieger aus dem Frankenland ist auch in dieser Saison in bestechender Form und führt mit nur zwei Niederlagen die Beko BBL an. Sollte den 46ers das Husarenstück eines echten Sieges gelingen, käme das einer Sensation gleich.

Seit nun 13 Spielen ist die Mannschaft von Trainer Chris Fleming ungeschlagen. Die letzte Niederlage der Mannschaft um den ehemaligen LTi 46ers-Akteur Anton Gavel in der Beko BBL liegt bereits drei Monate zurück. Die LTi 46ers waren es, die der Fleming-Truppe beim 68:65 die zweite empfindliche Niederlage beifügten. Barry Stewart war es, der mit einem unglaublichen Dreier wenige Sekunden vor dem Ende die Sporthalle Ost in ein Tollhaus verwandelte. „Der Schuss hat sich gut angefühlt. Schon als der Ball in der Luft war, habe ich gemerkt, dass er eine gute Chance hat, rein zu fallen. Es fühlt sich gut an Bamberg zu schlagen“, ließ der US-Amerikaner nach dem Hinspiel wissen. Seitdem gelang es keiner Mannschaft mehr, dieses Gefühl kennenzulernen. Wie eine Dampfwalze fegt Bamberg in der Saison 2011/2012 über die Gegner hinweg und gewinnt im Schnitt mit einer Punktedifferenz von 23 Zählern. Nur bei vier Spielen waren es weniger als zehn Punkte Unterschied – Bamberg ist das Maß der Dinge im deutschen Basketball und auch in dieser Saison wird die Meisterschaft nur über die Brose Baskets gehen.

Dabei überzeugt die Fleming-Truppe nicht mit einem echten Star. Gleich sieben Spieler markieren mehr als neun Punkte im Schnitt. Topscorer ist Forward Anthony Tucker, der 14,4 Punkte pro Partie beisteuert. Neben dem US-Amerikaner scoren Casey Jacobson (12,1 PpS), Brian Roberts (11,6) und Anton Gavel (10,1) zweistellig. Mit Tibor Pleiß, Julius Jenkins, Marcus Slaughter und Predrag Suput haben die Brose Baskets ein breit gefächertes Arsenal in der Offensive. Aber auch in der Verteidigung wissen die Franken zu überzeugen und lassen nur knapp 69 Punkte pro Spiel zu. „Bamberg ist die absolute Spitzenmannschaft und sie sind zu Hause noch ungeschlagen. Insofern können wir da ganz befreit aufspielen und versuchen an unseren Dingen zu arbeiten. Eventuell bauen wir ein paar Kleinigkeiten ein, die die Bamberger ärgern können“, lässt sich Coach Harmsen vor dem Spiel beim Ligaprimus aber nicht komplett in die Karten schauen.

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