

Gießens Cheftrainer Thorsten Leibenath, der krankheitsbedingt bei den letzten drei Spielen gefehlt hatte, stand in Bamberg hingegen wieder an der Seitenlinie. Sein Team konnte den Rückstand gegen den mit vier aktuellen deutschen A-Nationalspielern angetretenen Euroleague-Teilnehmer zunächst in Grenzen halten. Auch, weil Aufbauspieler Patrick Sparks besonders im ersten Viertel oft einen Weg fand, Löcher in die Bamberger Verteidigung zu reißen und seine Mitspieler aussichtsreich in Szene zu setzen. 
Als das Gießener Team zu Beginn des zweiten Viertels gegen die starke, aggressive Bamberger Defense fast fünf Minuten brauchte, um die ersten Punkte in den zweiten zehn Minuten zu erzielen (Terdenge per Freiwurf zum 16:33), mussten die mitgereisten 46ers-Fans eine hohe Niederlage ihrer Mannschaft befürchten, doch nach dem 16:35 (16.) kamen die Lahnstädter wieder besser ins Spiel. Ein Dreier von Rouven Roessler stellte den Beginn eines 9:0-Laufs der 46ers dar, während dessen sich der serbische Forward der Gastgeber, Predrag Suput, sein drittes und viertes Foul (letzteres wurde als technisches Foul gegeben) einhandelte. Die folgenden zwei Freiwurftreffer von Patrick Sparks wurden den 46ers aberkannt, da Bamberg erfolgreich insistierte, dass das „normale“ dritte Suput-Foul an Seamus Boxley vor dem Technischen Foul erfolgt sei und somit Boxley die ersten beiden Würfe hätte ausführen müssen.
Dennoch, die 46ers waren jetzt besser im Spiel, die Gießener Fünf wirkte offensiv wie defensiv sicherer und entschlossener. Mit stetig wechselnden Verteidigungsvarianten hatte die Leibenath-Truppe den Bamberger Angriffsexpress im zweiten Viertel wirkungsvoller stoppen können. 
Nach der Pause stellte Brose-Center Darren Fenn zweimal seine Gefährlichkeit aus dem Dreipunktbereich unter Beweis, der im Vergleich zum letzten Spiel gegen Paderborn offensiv wesentlich besser aufgelegte Patrick Sparks hielt seine Farben mit zwei Dreiern jedoch weiter im Rennen (44:35/24.). Kurz darauf legte der ebenfalls stark aufspielende Gerrit Terdenge auf Assist von Sparks von jenseits der 6,25m-Linie nach (47:38/26). Terdenge (kam am Ende auf 17 Punkte) und Sparks (14) waren im 104. Bundesligaduell zwischen Gießen und Bamberg aber die beiden einzigen zuverlässigen Punktelieferanten im 46ers-Team, die bisherigen Saison-Topscorer der Gießener, Mike Umeh (5 Punkte, 2 von 7 aus dem Feld) und Rouven Roessler (3 Pkt./1 von 7), blieben dagegen unter ihren Möglichkeiten. Nach einer Auszeit von Rick Stafford geriet der 46ers-Angriffsmotor wieder ins Stocken, Bamberg setzte sich auf 54:38 (28.) ab. Mit seinen Punkten Nummer 13 und 14 sorgte Sparks wenige Sekunden vor Ende des dritten Viertels für das 43:56 aus Gästesicht.

Thorsten Leibenath bilanzierte nach der Partie: „Bamberg hat verdient gewonnen, wir haben trotz der Niederlage im Vergleich zum Paderborn-Spiel offensiv wie defensiv einen Schritt nach vorn gemacht. Es war heute sicher noch etwas mehr möglich, doch drei, vier unnötige Ballverluste, eine zu schwache Freiwurfquote und die starke Leistung von Steffen Hamann auf beiden Seiten des Feldes haben das verhindert. Als wir uns nach dem hohen Rückstand wieder herangekämpft und die Chance hatten, das Spiel noch enger zu gestalten, hat Bamberg einen draufgesetzt und uns mit wichtigen Punkten auf Distanz gehalten.“
Punkteverteilung:
GIESSEN 46ers: Umeh (5), Terdenge (17), Buljevic (0), Lischka (0), Poiger (n.e.), Robinson (0), Rouse (3), Sparks (14), Nelson (9), Roessler (3), Boxley (7), Hartenstein (2).
Brose Baskets Bamberg: Ensminger (8), Hamann (20), Greene (7), Suput (10), Tadda (1), Fenn (13), Pavic (0), Garrett (6), Okulaja (15), Dickel (0).
Bilder: Mediashots Werbefotografie.


