Halbzeitführung eingebüßt – 46ers mit 78:95-Heimniederlage gegen aggressive Towers

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Am Valentinstag bzw. Faschingssonntag konnten die JobStairs GIESSEN am 19. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga keine Rose ergattern, sondern bekamen bei der 78:95-Niederlage die Narrenkappe auf. Nach einem guten Auftritt der Mittelhessen in der ersten Halbzeit und einer 46:41-Pausenführung. Nicht nur die Dreierquote der Gießener fiel dem Hamburger Druck zum Opfer, auch 21 Ballverluste konnten die 46ers durch ihre Reboundüberlegenheit nicht kompensieren. Nun geht es für Topscorer Brandon Thomas (18 Punkte) & Co. in die Länderspielpause, sodass die nächste Begegnung erst am Samstag, den 27. Februar um 20.30 Uhr zuhause gegen medi bayreuth stattfinden wird.


Die Gießener gingen mit derselben Starting Lineup in die Begegnung, wie beim Freitagabendsieg in Oldenburg. So lag es an Diante Garrett, Jonathan Stark, Brandon Thomas, Scottie James JR und John Bryant zunächst die 46ers-Farben zu vertreten. Verzichten musste Cheftrainer Rolf Scholz weiter auf den angeschlagenen Big Man Chad Brown, wobei auch die Gegenseite mit Bryce Taylor einen Ausfall zu vermelden hatte. So starteten die Hansestädter mit T.J. Shorts, Maximilian DiLeo, Kameron Taylor, Terry Allen und Maik Kotsar in die Partie.

Die Anfangsphase sollten die Hamburger bestimmen, sodass Allen, Taylor und Shorts ein 7:2 (1.) etablierten. Dagegenhalten konnte das Gießener Guard-Duo Stark und Garrett, was im Verbund ein 9:9 (3.) erstellte. Den Angriffswirbel der Gäste konnte man aber nicht im Ganzen stoppen, sodass ein And-One Taylor wieder die 12:9-Führung erbrachte (4.). Gießen kämpfte sich aber weiter in die Begegnung und Thomas von jenseits der Dreipunktelinie eröffnete einen 11:0-Lauf seiner 46ers (20:12, 6.). Stark setzte weiter aus der Distanz nach, Garrett wühlte unter dem Korb und Bryant glänzte zweimal als Abräumer in Defense, sodass eine Auszeit der Towers einbestellt war. Die Gäste waren es auch, die den Rhythmus als erste fanden, doch die Mittelhessen stoppten einen 4:0-Run zunächst mit einem Layup von Thomas zum 22:16 (7.). Shorts (10 Punkte) übernahm für die Hansestädter das Kommando beim Scoren, doch die Hausherren fanden mit No-Look-Pass von James JR auf Bjarne Kraushaar oder Starks (4/5) Dreiern Lösungen, die ein 30:23 einbrachten.

Der Dreierriege schloss sich Brandon Bowman viertelübergreifend an und erhöhte auf 33:23 (11.). Die Norddeutschen ließen sich aber nicht so schnell den Schneid abkaufen, wobei die Mittelhessen im zweiten Anlauf mit einem Tip-In von Isaac Hamilton weiter marginalen Abstand gewannen (35:36, 14.). Umkämpft und druckvoll ging es von Hamburger Seite weiter und Justus Hollatz sowie Kotsar gelang die Ergebnisannährung zum 32:37 (15.). Ein Donnerwetter später besannen sich die Gießener auf ihre Stärken und bildeten mit Hamilton ein Miss-Match gegen Shorts und punkteten (39:32, 15.). Die gelungene Aktion verpuffte aber in der Folge, was Hamburg über Kotsar & Co. zu nutzen wussten (38:39, 16.). Erst nach einem 6:0-Lauf setzte Bryant ein Zeichen unter dem Korb, wobei der 41:41-Ausgleich durch einen Hollatz Dreier nur rausgezögert worden konnte (17.). Der gutaufgelegte Stark war es dann, der nicht nur seine Dreierquote ausbaute, sondern auch die 46ers-Quote auf 75% stellte (44:41, 18.). Zur Halbzeitpause hatte der Point Guard 17 Punkte zu verzeichnen und seine Farben ein 46:41 auf dem Scoringboard.

Die JobStairs GIESSEN 46ers kamen mit starken Ballmovement in die zweite Halbzeit und konnten mit einem Thomas Dreier erfolgreich abschließen. Allen mit einem Fünferpack sowie Kotsar fanden aber prompt den Anschluss zum 49:48 (22.). Und es kam sogar noch dicker für die Mittelhessen, als Shorts einen Korbleger einlegte und die 50:49-Führung übernahm (23.). Verlässlich blieb Thomas aus seiner Ecke, verbuchte sechs Zähler und konterte die Schnellangriffe von DiLeo & Co. (55:56, 24.). Trotzdem war der Ergebnisvorteil dahin, sodass Headcoach Scholz das Timeout beantragte. DiLeo ließ im Gegensatz zu Stark seinen Dreier nicht liegen, sodass Garrett per Layup gefragt war (57:59, 25.). Die gleiche Disziplin legten Taylor und James JR auf das Parkett und die schnelle Partie mündete einen krachenden Dunking von Alen Pjanic zum 61:61-Ausgleich (27.). Die Scoring-Gemüter blieben weiter auf Anschlag; Allen aus der Distanz und James von der Straflinie hoben das Ergebnis auf 63:64 (27.) an. Nach Garretts Einzelaktion waren es die Hamburger, die die Schlagzahl stabilisierten und mit einem And-One Marvin Ogunsipe und Dreipunktewurf von Allen auf 72:65 stellten (28.). Trotz der 15 Ballverluste und dank eines Korblegers von Garrett ging es für die Mittelhessen mit einem 67:72 ins Schlussviertel.

Die Punkte 15 und 16 von Shorts eröffneten den finalen Abschnitt für die Towers, die mit einen Fastbreak Dunking von Taylor gezielt nachsetzten (76:68, 32.). Seitenverkehrt ging es Thomas aus der Ecke an und James JR folgte seinem Beispiel des Scorens mit einem Reverse-Layup zum 73:78 (34.). Die Folgesequenzen bestimmten die Hamburger: Ob Shorts aus dem Halbfeld oder Allen von jenseits der Dreipunktelinie, die Würfe saßen und die Gießener produzierten Fahrkarten (88:75, 36.). Scholz reagierte und stellte die Seinen noch einmal in einer Auszeit neu ein. Auch das Timeout ließ den Hamburger Rhythmus nicht einknicken – Kotsar von der Freiwurflinie und der starke Shorts mit einem Drive zum Korb ließen das 92:75 (38.) auf der Anzeigetafel aufleuchten. Die JobStairs GIESSEN 46ers konnten in der Crunchtime keine Akzente mehr setzten, sodass ein 78:95 am Ende zu Buche stand.


Rolf Scholz (Cheftrainer JobStairs GIESSEN 46ers): „In der ersten Halbzeit haben wir einiges richtig gemacht und vieles umsetzen können. 21 Turnover sind aber zu viel. Es ist keine Überraschung, dass Hamburg mit viel Druck spielt, aber genau deshalb ist es frustrierend, wenn wir den Ball dann doch 21-mal verlieren. Das war ein ausschlaggebender Punkt. Die Dreierquote war in der ersten Halbzeit sehr ordentlich, aber auch, weil der Ball gut gelaufen ist. In der zweiten Halbzeit haben wir das nicht mehr so souverän geschafft und nicht mehr als Team gespielt. Durch die Intensität von Hamburg haben wir uns da aus unserem Plan bringen lassen und so gewinnt man dann natürlich nicht gegen einen Playoff-Anwärter.“

Pedro Calles (Cheftrainer Hamburg Towers): „Gratulation an meine Spieler zu dem harten Battle – besonders in der zweiten Hälfte! Ich denke, wir sind im ersten Viertel nicht mit dem richtigen Ansatz herangegangen, aber das ist auch schwer, wenn man so wenig Zeit hat, sich auf ein Team vorzubereiten. Nachdem wir uns in der Halbzeitpause dann umstrukturiert haben, haben wir unser Ziel erreicht. Wir haben einfache defensive Stopps generiert, Gießen das Tempo genommen und uns insbesondere auf Stark konzentriert.“

JobStairs GIESSEN 46ers – Hamburg Towers 78:95 (46:41)

Viertelergebnisse: 30:23, 16:18, 21:31, 11:23

JobStairs GIESSEN 46ers: Jonathan Stark (17 Punkte), Isaac Hamilton (6), Bjarne Kraushaar (2), Alen Pjanic (7), Diante Garrett (12), Brandon Bowman (8), Ferdinand Zylka, Scottie James JR (6), Brandon Thomas (18), John Bryant (2)

Hamburg Towers: T. J. Shorts (22), Jordan Swing (2), Maximilian DiLeo (5), Osaro Jürgen Rich, Kameron Taylor (13), Maik Kotsar (14), Justus Hollatz (11), Terry Allen (20), Marvin Ogunsipe (5), Zac Cuthbertson (3)

Zuschauer: / 

Nächstes Spiel: Sa., 27.02.2021, 20.30 Uhr: JobStairs GIESSEN 46ers – medi bayreuth

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