Lange Zeit hielt das 23. Beko Basketball Bundesliga-Hessenderby zwischen den DEUTSCHE BANK SKYLINERS und den LTi GIESSEN 46ers, was die Vorzeichen versprochen hatten, schließlich trafen am Samstagabend in der mit 4940 Basketballfans gefüllten Frankfurter Ballsporthalle der Zweite und der Dritte der Tabelle aufeinander. In der ersten Hälfte eines packenden und intensiv geführten Spiels sah es gar danach aus, als ob das Gießener Team einen weiteren Überraschungscoup in der Saison 2010/2011 landen könnte. Nach einer starken Vorstellung führten die LTi 46ers bei dem Vizemeister der Vorsaison mit 43:34.

„Herzlichen Glückwunsch an die Skyliners zu einem verdienten Sieg. In der Regel gewinnt immer die Mannschaft, die intensiver spielt. Und genau das hat Frankfurt in der zweiten Halbzeit getan. In der ersten Halbzeit haben wir es geschafft, den Ball nach innen zu bewegen. Als Frankfurt den Druck erhöht hat, haben wir den Faden verloren und mit Sprungwürfen aus der Distanz unser Glück versucht“, zollte Gießens Cheftrainer Vladimir Bogojevic dem Sieger seinen Respekt.

Trotz des Ausfalls von Smith machten die LTi 46ers ihren Fans lange Zeit Hoffnungen auf den ersten Sieg in Frankfurt seit dem 7. April 2007, als Rouven Roessler mit der Schluss-Sirene zum 62:60 traf. Nach einer kniffeligen Auftaktphase und einem 0:7-Rückstand (3.) übernahmen die LTi 46ers, die von rund 600 Fans unterstützt wurden, das Kommando. Die Bogojevic-Truppe überzeugte im mannschaftlichen Zusammenspiel, brachte den Ball ein ums andere Mal ans gegnerische Brett und punktete dort. In der sechsten Minute übernahmen die 46ers durch einen Tip-in von Elvir Ovcina erstmals die Führung (11:9), am Ende des ersten Viertels (22:18) standen für die Gießener sechs ihrer am Ende zehn Assists zu Buche.
Im zweiten Viertel blieben die Gäste am Drücker, auch weil die Trefferquote von jenseits der 6,75-Meter-Linie stimmte. Elvir Ovcina versenkte einen Dreier (27:20/14.)), Chase Griffin netzte in der 16. Minute seinen zweiten Dreier des Abends ein (32:26). Mit Geduld und Cleverness bauten die Gäste ihren Vorsprung aus. Zach Peacock, mit zehn Punkten Topscorer der 46ers in Hälfte eins vor Elvir Ovcina und Ryan Broks (je 9), sorgte im Eins-gegen-Eins mit Frankfurts Roger Powell für das 43:30 (19.).
Zu Beginn der zweiten 20 Minuten war die Souveränität der LTi 46ers jedoch wie weggewischt: Frankfurt kam mit viel Energie aus der Kabine, traf gleich zu Beginn zwei wichtige Dreier (Bahiense de Mello) und sorgte mit intensiver Verteidigung dafür, dass die Gäste aus dem Tritt kamen und die Feldwurfquote der 46ers von 50 Prozent auf am Ende 38 Prozent sank.

Als die LTi 46ers in der 34. Minute auf fünf Punkte (56:61) heran kamen, war es Pascal Roller, der nach einem fast schon missglückten Frankfurter Angriff doch noch an den Ball kam und den Gießenern mit einem blitzsauberen Dreier zum 64:56 den nächsten Nadelstich versetzte. Die 46ers gaben sich zwar nie geschlagen, konnten die Lücke aber nicht mehr schließen.
Für das Gießener Team geht es in der Beko Basketball Bundesliga am kommenden Mittwoch, 10. November 2011, mit einem Auswärtsspiel bei den Artland Dragons weiter. Die vorgezogene Begegnung des 10. Spieltages beginnt um 19.30 Uhr in der Artland Arena in Quakenbrück.
Punkteverteilung
LTi 46ers: Peacock (16), Griffin (14), Brooks (9), Ovcina (9), Gamqrelidze (7), Freese (4), Mädrich (3), Kepkay (2), Schwartz, Smith, Perl.
DEUTSCHE BANK SKYLINERS, beste Werfer: Wood (21), Powell (18), Moye (12).


