Die LTi GIESSEN 46ers verlieren mit 65:76 in Braunschweig und zieren damit weiterhin das Tabellenende in der Beko Basketball Bundesliga. In einer Partie, in der die Mittelhessen die meiste Zeit einem Rückstand hinterher liefen, behielten die Gastgeber aus Niedersachsen am Ende die Oberhand. Bester Werfer auf Seiten der LTi 46ers war LaQuan Prowell mit 23 Zählern. Bei Braunschweig traf Eric Boateng (21) am häufigsten.
LTi 46ers-Coach Mathias Fischer startete mit Dijuan Harris, Ryan Brooks, Oskar Faßler, LaQuan Prowell und Elvir Ovcina in die Partie. Braunschweig brachte früh die Spieler auf den großen Positionen in Aktion. So waren Harding Nana und Eric Boateng für die erste Führung der Hausherren verantwortlich, ehe Immanuel McElroy per Dreier zum 7:0 nachlegte (2.). Nach einem Ballgewinn stürmte LaQuan Prowell nach vorn und vollendete gegen zwei Gegenspieler zum 2:7 (4.). Prowell war es auch, der per Dreier den Anschluss herstellte (5:7, 5.). Beide Teams hatten offensiv aber noch keinen richtigen Rhythmus gefunden. Schon früh kassierten die LTi 46ers zudem ihr fünftes Teamfoul (7.). Die Braunschweiger konnten allerdings an der Freiwurflinie nur wenig Profit daraus ziehen (1/5 Treffer). Nach einem schönen Pass von Jasmin Perkovic traf Ryan Brooks zum 9:10 (7.). Die Phantoms konnten sich jedoch wieder auf 15:9 absetzen (8.), ehe Perkovic per Dreier wieder verkürzte (12:15, 9.). McElroy antwortete aber kaltschnäuzig (18:12, 9.). Dann kam der Braunschweiger-Aufbauspieler Dennis Schröder offensiv besser in die Partie, verwandelte zweimal von außen zum Stand von 23:17 nach dem ersten Viertel.
Oskar Faßler traf die ersten Zähler des zweiten Viertels mit einem schnellen Schritt vorbei an Robert Kulawick zum 19:23 (11.). Jasmin Perkovic nahm sich zwei Minuten später von der Dreierlinie ein Herz und traf zum 23:26. Braunschweig schenkte aber den Vorsprung nicht her, Gießen verpasste es zunächst näher heranzukommen. Nach einem Fehlpass von Dijuan Harris beantragte Coach Fischer eine Auszeit (15.). McElroy zeigte aber direkt, dass er an diesem Tage von außen besonders heiß war und traf zum 31:23 (15.). Nick Schneiders erhöhte dann zur ersten zweistelligen Braunschweiger Führung (33:23, 16.). Ovcina verkürzte aber wieder per Dreier zum 26:33 (16.). Auch zwei Minuten später war es der Center-Routinier, der von außen einnetzte (31:35, 18.), Robert Kulawick wusste aber die direkte Antwort (38:31). Gießen blieb jedoch weiterhin dran und kam durch Harris und Prowell wieder auf vier Punkte heran (34:38, 19.). Mit zwei Freiwürfen verkürzte Jasmin Perkovic den Rückstand der Hessen noch weiter (38:40, 20.). Ryan Brooks hätte mit dem letzten Wurf der ersten Halbzeit die LTi 46ers gar noch erstmals in Führung bringen können, sein Wurf traf aber nur den Ring.
LaQuan Prowell brachte dann mit dem ersten Wurf der zweiten Hälfte die Gäste erstmals in Front (41:40, 21.). Braunschweig wusste aber durch Eric Boateng und Jeremiah Davis wiederum die Antwort (44:41, 23.). Das Heimteam baute die Führung weiter aus (51:42, 25.). Mathias Fischer bat sein Team nun zur Auszeit. Harris traf im Anschluss zum 44:51 (26.), doch zu viele Ballverluste machten es schwer für die Gäste. Dennoch verkürzten Brooks und Harris zum 47:51 (27.). Braunschweig brauchte aber nur wenig Zeit, um wieder mit neun Zählern wegzuziehen (47:56, 28.). Dann ein Traumpass über die eigene Schulter von Jasmin Perkovic auf den freistehenden LaQuan Prowell zum 49:56 (28.). Der Forward legte nach (51:56, 29.). Vor dem letzten Viertel lagen dann die LTi 46ers mit 53:60 zurück.
Boateng blockt Perkovic, Faßler trifft nur den Ring: Der Auftakt in das Abschlussviertel hätte besser laufen können für Gießen. Dennoch war es LaQuan Prowell, der mit zwei Freiwürfen die Gäste auf fünf Punkte heranbrachte (55:60, 31.). Scharfschütze Robert Kulawick traf jedoch wieder von außen für Braunschweig (65:57, 33.). Mit zwei Freiwürfen war es einmal mehr LaQuan Prowell, der den Rückstand etwas verkürzte (59:66, 35.), Harding Nana antwortete aber von außen (59:69). Nach Dunking von Boateng war Ovcina von außen erfolgreich (62:71, 37.). Nun wurde es endgültig zum Shoot-Out. Erst Dennis Schröder für Braunschweig, dann Prowell für Gießen (65:74, 38.). Die Gäste vermochten es aber nicht, den Rückstand weiter zu verringern, um noch einmal in eine aussichtsreiche Position zu gelangen und somit verloren die LTi 46ers am Ende mit 65:76.
Am Sonntag, 09. Dezember 2012, gastiert ALBA Berlin in der Sporthalle Gießen-Ost. Sprungball beim nächsten Heimspiel der LTi GIESSEN 46ers ist um 17 Uhr.
Kostas Flevarakis (Trainer New Yorker Phantoms Braunschweig): „Das war ein hartes Spiel und ein wichtiger Sieg heute für uns. Besonders aus der psychologischen Sicht. Wir wollten die Gießener Guards wie Harris und Brooks unter Kontrolle halten. Das ist uns gut gelungen. Dafür konnten wir die großen Spieler von außen nicht aus dem Spiel nehmen. Wir haben den Ball gut bewegt und als Team stark gespielt.“
Mathias Fischer (Trainer LTi GIESSEN 46ers): „Braunschweig hat heute die wichtigen Würfe getroffen. Vor allem von außen. Wir haben lange dagegengehalten und gekämpft. Es gab Augenblicke im Spiel, in denen ich dachte, dass wir das Spiel drehen könnten. Das ist uns jedoch nicht gelungen. Den Rückstand konnten wir dann nicht mehr aufholen. Trotzdem haben wir insgesamt gut gekämpft und Charakter gezeigt. In Braunschweig zu verlieren ist sicherlich keine Schande.“
New Yorker Phantoms Braunschweig – LTi GIESSEN 46ers 76:65 (40:38)
Die Viertel im Überblick: 23:17, 17:21, 20:15, 16:12
New Yorker Phantoms: Robert Kulawick (9 Punkte), Jeremiah Davis (4), Harding Nana (13), Nick Schneiders (2), Casey Mitchell, Thaddus McFadden, Eric Boateng (21, 8 Rebounds), Dennis Schröder (14), Eric Land, Immanuel McElroy (13)
LTi GIESSEN 46ers: Dijuan Harris (6 Punkte, 6 Rebounds), Elvir Ovcina (9), Oskar Faßler (3), Achmadschah Zazai (3), Dominik Spohr, Andreas Büchert (3), Ryan Brooks (10), LaQuan Prowell (23), Jasmin Perkovic (8), Jonas Weiser
Zuschauer: 2.513
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