

Die Paderborner, die in der letzten Woche mit dem Technologieunternehmen BBL MobileOffice GmbH aus Borchen-Alfen einen neuen Hauptsponsor präsentierten und in diesem Zusammenhang auch gleich die Änderung ihres Klubnamens (vorher Paderborn Baskets) bekannt gaben, waren eine der Überraschungen der letzten Saison. Als Aufsteiger landete die Mannschaft um Head Coach Douglas Spradley mit einer Bilanz von 16 Siegen und 18 Niederlagen auf einem beachtlichen elften Tabellenplatz, kurzzeitig hatten die Ostwestfalen sogar vom Einzug in die Play-Offs träumen dürfen.

Allerdings sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass die Baskets abgesehen vom Spiel in Ludwigsburg bislang ausschließlich gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte antreten mussten und auch mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hatten. Flügelspieler Steven Esterkamp, der in der letzten 10,8 Punkte pro Spiel beisteuerte, und der vor dieser Saison aus der US-Profiliga CBA an die Pader gewechselte 30-jährige US-Guard Malik Moore konnten bei einigen Spielen nicht mitwirken, waren aber am letzten Samstag bei der 63:76-Heimniederlage der Baskets gegen die Artland Dragons wieder mit von der Partie. Die ansonsten überwiegend mit US-Amerikanern verstärkte Mannschaft zeigt bislang auch aufgrund von einigen kurz vor oder während der Saison notwendig gewordener personeller Nachbesserungen noch „Findungsschwierigkeiten“, hat sich nach Ansicht von 46ers-Interims-Headcoach Gerald Wasshuber bislang aber „unter Wert verkauft“.
„Die sind besser, als es ihr momentaner Tabellenplatz ausdrückt. Ein gefährliches Team mit vielen guten Einzelspielern. Schlüssel zum Sieg wird sein, dass wir es schaffen, mit der gleichen Intensität wie bei unseren letzten Heimspielen und in Oldenburg aufzutreten und die Paderborner Spieler im Eins-gegen-Eins zu stoppen“, meint der Steirer, der in dieser Woche wieder täglich mit Cheftrainer Thorsten Leibenath telefoniert und die taktische Marschroute besprochen hat. Leibenath wird voraussichtlich Mitte nächster Woche aus der Reha zurückkehren, die er nach einer Bandscheibenoperation absolvieren musste.

„Lio“ vs. „GGO“ in der Halbzeitpause
In der Halbzeitpause der BBL-Partie kommt es zu einem Einlagespiel zwischen Teams der Liebigschule und der Gesamtschule Gießen-Ost (GGO). Dabei treffen Schüler der Klassen 5 und 6 aufeinander. Beide Gießener Schulen bieten Basketball-Talentförderprojekte an, die von den GIESSEN 46ers unterstützt werden. Die Trainingseinheiten des GGO-Talentförderprojekts werden in diesem Schuljahr – beginnend in der kommenden Woche – durch Besuche von Spielern des 46ers-Teams bereichert. Im vergangenen Schuljahr hatte das hinsichtlich Umfang und Konzept vorbildliche Talentförderprojekt der GGO in der Wettkampfklasse III mit dem Gewinn der Hessenmeisterschaft und dem sechsten Platz beim Bundesentscheid „Jugend trainiert Olympia“ einen großen Erfolg errungen.


