Fünf Mannschaften der Basketball-Bundesliga können aktuell von sich behaupten, die letzten beiden Saisonspiele in Folge gewonnen zu haben – von Tabellenführer Oldenburg einmal abgesehen, denn der hat seine letzten sieben (!) Begegnungen gewinnen können. Die Mannschaften, die zuletzt zwei Siege hintereinander gewinnen konnten, stehen allesamt auf Playoff-Rängen: Göttingen, Bonn, Ulm, Paderborn. Mit Ausnahme der LTi GIESSEN 46ers, die haben ebenfalls ihre letzten beiden Begegnungen gewinnen können und damit erstmals seit Wochen wieder die Abstiegsränge verlassen. Die 46ers können also mit Fug und Recht behaupten, dass sie zurzeit zu den erfolgreichsten Mannschaften der BBL gehören. Ob dies gleichzeitig bedeutet, dass die am Samstag anstehende Auswärtspartie bei den Telekom Baskets Bonn für die Gießener eine Begegnung auf Augenhöhe werden kann, dagegen sprechen zahlreiche Fakten auf dem Papier.
Zunächst wäre da mal die Tatsache, dass die Bonner in dieser Saison zu den stärksten Teams der gesamten Liga gehören. Das Team
Die Telekom Baskets Bonn würden nicht an der Tabellenspitze mitmischen, wenn es nur die eben genannten Brettspieler wären, auf die die Lahnstädter besonderes Augenmerk legen müssen. Ebenso ausgeglichen sind die Baskets auf den Guard- und Flügelpositionen besetzt. Und hier ist das Stichwort Flexibilität, Bonn variiert sehr stark mit seinen Aufstellungen und ist dadurch sehr schwer ausrechenbar. Wirklich „gesetzt“ scheint nur der amerikanische Aufbauspieler Earl Rowland zu sein. Auf den Positionen zwei und drei begann Mike Koch am vergangenen Wochenende mit Winsome Frazier und Moussa Diagne, auf annähernd gleichwertige Einsatzzeiten kommen jedoch auch Johannes Strasser, Artur Kolodziejski oder Alex King auf den Guard-Positionen oder der kleinen Flügelposition. Das ermöglicht Mike Koch nicht nur, den Druck in einer Partie konstant hoch zu halten, sondern stellt auch innerhalb des Teams eine Art „natürliches Ausleseverfahren“ dar: Die Spieler mit der besten Tagesform erhalten das Vertrauen des Trainers, eigentlich verfügt Bonn nur mit Rowland und Johnson über waschechte Stammspieler.

„Ich denke, uns erwartet eine gute Kulisse, durch Karneval dürfte es noch lebendiger werden“, freut sich Bogojevic auf das Auswärtsspiel. Genügend Karten für die Partie sind noch an der Abendkasse der Hardtberghalle sind noch erhältlich, beim letzten Stand wollten sich circa 50 Gießener Fans auf die Reise nach Bonn machen. Plätze im Bus sind ebenfalls noch frei, Abfahrt ist am Samstag um 15.30 Uhr an der Gießener Ostschule, die Busreise kostet zehn Euro, Ticketkosten kommen noch hinzu.
.


