Die Lage für die LTi GIESSEN 46ers im Kampf um den Klassenerhalt in der Beko Basketball Bundesliga hat sich am Freitagabend weiter zugespitzt: Durch eine 53:63 (17:38)-Heimniederlage gegen die TBB Trier vor 3410 Zuschauern in der Sporthalle Ost und den gleichzeitigen Heimsieg des Mitabstiegskandidaten BBC Bayreuth gegen den Tabellenzweiten DEUTSCHE BANK SKYLINERS rutschten die LTi 46ers in der Tabelle auf Abstiegsplatz 17 ab.

Die Partie des 33. und vorletzten Hauptrundenspieltages beginnt am Sonntag um 17.00 Uhr in der Sporthalle Ost. Bereits ab 14.00 Uhr findet vor der Halle das LTi 46ers Charity-Fanfest für die „Aktion Deutschland Hilft“ statt. Der Erlös der Benefiz-Veranstaltung kommt den durch die Erdbeben- und Flut-Katastrophe in Japan in Not geratenen Menschen zugute.

Nicht viel anders das Bild im zweiten Viertel: Der Angriffsmotor der Gastgeber kam weiterhin nicht ins Laufen. Vor allem deshalb, weil die Gießener Ballvorträger in der Offensive weiterhin zu behäbig, zu langsam und auch gedanklich nicht schnell genug agierten, der Ball und damit die Verantwortung in unschöner Regelmäßigkeit an den Nebenmann weitergegeben wurde. In der Verteidigung lief es bei den Hausherren zwar besser, doch da Trier vor der Pause hochprozentig aus dem Dreipunktebereich einnetzte und dabei auch Würfe der schwierigeren Art traf (insgesamt fünf Treffer bei neun Versuchen), konnte die Truppe von Chefcoach Henrik Rödl ihren Vorsprung über die Stationen 17:8 (13.) und 20:10 (14.) bis auf 21 Punkte (31:10/17.) ausbauen. Beim Stand von 38:17 für die Gäste ertönte die Pausensirene.

Ein gesunde Portion Kampfeswillen gepaart mit einer hohen Intensität und einer schnelleren Ballbewegung als in Hälfte eins sorgte dafür, dass die LTi 46ers auch im letzten Viertel drauf und dran waren, aus dem tiefen Loch herauszuklettern, das sie sich in den ersten 20 Minuten gegraben hatten. Offensiv angeführt von Flügelspieler Maurice Jeffers verkürzten die Hausherren bis auf 53:57 (38.).

Punkteverteilung LTi 46ers: Gamqrelidze (0), Smith (5 / 1 Dreier), Freese (7), Perl (n. e.), Mädrich (4), Schwartz (n. e.), Ovcina (6), Brooks (2), Peacock (8), Jordan (7), Jeffers (14/1).
Beste Werfer TBB Trier: Joyce (16/2), Stewart (15/4), Zirbes (9).
Trainerstimmen zum Spiel
Cheftrainer Steven Key (LTi 46ers): „Wenn jemand hier weiß, warum wir so gestartet sind wie heute, wie in Göttingen und vielen anderen Spielen, ruft mich an, schreibt oder emailt mir bitte. Gegen eine Mannschaft, die um die Playoffs kämpft, kann man nicht mit so einer Angst spielen wie wir heute. Trier hat ein bisschen Druck gemacht, hat Presse gespielt und wir hatten Schiss in der Hose. Die richtigen Worte fehlen mir, aber es sah so aus. In der zweiten Halbzeit haben sie weiterhin den Druck aufrecht erhalten, aber wir haben dagegen angekämpft. Moe (Jeffers) war heute der einzige, der über die komplette Spielzeit gekämpft hat. Am Sonntag müssen wir besser spielen, vor allem auf der Point Guard-Position. Wir haben heute zu langsam gespielt in der ersten Halbzeit, keine schnellen Entscheidungen getroffen und keine sauberen Pässe gespielt.“
Cheftrainer Henrik Rödl (TBB Trier): „Erstmal Respekt dafür, wie sich Gießen in der zweiten Halbzeit in das Spiel zurückgekämpft hat. Das Spiel stand eine Weile auf der Kippe. Zwei, drei Situationen haben dann den Ausschlag gegeben, dass sich das Spiel wieder in unsere Richtung gedreht hat. Wir hatten eine Menge angeschlagener Spieler. Barry Stewart ist vor zwei Tagen umgeknickt, deswegen habe ich ihn nicht anfangen lassen. Er hat die Zähne zusammengebissen, ein tolles Spiel gemacht und ganz wichtige Dreier getroffen in der zweiten Halbzeit. Wir sind sehr fokussiert in das Spiel reingegangen, habe eine solide, gute erste Halbzeit gespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir in einigen Situationen ein bisschen gewackelt. Jetzt schauen wir auf Sonntag.“


