Das nackte Ergebnis ist ernüchternd: Mit 53:71 (22:13/30:31/45:45) verloren die LTi GIESSEN 46ers am Sonntag ihr Auswärtsspiel bei den Telekom Baskets Bonn. Mut macht jedoch die Art und Weise, wie sich das Gießener Team vor 5090 Zuschauern im Telekom Dome über lange Zeit präsentierte.

„Vladi“ Bogojevic resümmierte nach dem Spiel: „Wir haben uns an all das gehalten, was wir vor der Partie verabredet hatten. Wir haben konzentriert verteidigt und das Spiel, das von beiden Seiten intensiv geführt wurde, 36 Minuten lang offen gehalten. Am Ende war es eine Sache der Kraft, Bonn hatte mehr zuzusetzen. Wir haben heute mit einer kleinen Rotation gespielt, weil es von den Matchups her nicht anders gepasst hat, aber gegen andere Gegner werden die Spieler, die sich im Training angeboten haben, aber heute nicht zum Einsatz gekommen sind, auch wieder ihre Gelegenheiten bekommen. Wir müssen es jetzt schaffen, an das heute Gezeigte anzuknüpfen. Wenn wir in unseren nächsten Spielen mit der selben Intensität verteidigen wie wir das heute getan haben, werden vorne auch wieder ein paar Würfe mehr durch das Netz fallen.“
Geschäftsführer Christoph Syring sagte: „Das Team ist heute so aufgetreten, wie es nötig ist, um aus dieser schwierigen Lage herauszukommen. Die Körpersprache hat gestimmt, die gegenseitige Unterstützung war immer da. Alle haben kapiert, worum es geht. Trotz der am Ende zu hoch ausgefallenen Niederlage hat das Team heute ein Zeichen in die richtige Richtung gegeben.“

Im zweiten Viertel waren es die Bonner, die über ihre Verteidigung besser ins Spiel kamen. Die Telekom Baskets erlaubten den LTi 46ers nur neun Punkte in den zweiten zehn Minuten, sechs davon kamen aus den Händen des gut aufgelegten Zack Peacock. Die Mannschaft von Coach Mike Koch verkürzte den Rückstand Punkt um Punkt und ging in der letzten Minute vor der Halbzeit durch einen Dreier von Jeremy Hunt (am Ende mit 19 Punkten Topscorer der Baskets) erstmals in Führung (31:30).
Ähnlich wie in der ersten Halbzeit glückte den LTi 46ers auch der Start in die zweiten 20 Minuten. Fast fünf Minuten lang gestatteten die Gäste den Hausherren keinen Feldwurfkorberfolg. Nach einem 10:3-Lauf, zu dem auch Anthony Smith mit einem spektakulären Blockshot bei einem Nahdistanzversuch von Baskets-Center Chris Ensminger bei trug, lagen die Mittelhessen in der 25. Minute wieder mit acht Zählern (40:32) vorne.
Dann kippte die Partie, die zu diesem Zeitpunkt für Freunde gepflegter Defensivarbeit längst ein Genuss war. Die Baskets profitierten zwischen der 27. Minute und der 32. Minute auch davon, dass sie oftmals zu einfachen Punkten an der Freiwurflinie kamen. Die LTi 46ers bekamen in dieser Phase ein unsportliches Foul und zwei technische Fouls aufgebrummt. „Vladi“ Bogojevic erhielt in Minute 30 beim Stande von 44:43 für sein Team ein „T“, nachdem er aus der Ruhe geraten war, als ihm der Kommissar des Spiels empfohlen hatte, eine Auszeit zu nehmen.
Die Bonner starteten mit einem 6:0-„Run“ zum 51:45 (33.) ins Schlussviertel, doch die Mannen aus der Lahnstadt stemmten sich mit Macht gegen die drohende Niederlage. Mit einem Dreier aus siebeneinhalb Metern verkürzte Chase Griffin zum 48:51. Bis zum 52:55 (36.) blieben die 46ers in Schlagdistanz, ehe die Baskets mit einem 10:0-Lauf die Weichen auf Heimsieg stellten (65:52/38.).
Für die LTi 46ers geht es in der Beko Basketball Bundesliga am kommenden Samstag (15. Januar) mit einem Heimspiel gegen EnBW Ludwigsburg weiter. Spielbeginn ist um 20 Uhr in der Sporthalle Ost.
Punkteverteilung
LTi 46ers: Gamqrelidze (2), Smith (5 / 1 Dreier), Freese (n. e.), Perl (n. e.), Mädrich (2), Schwartz (n. e.), Ovcina (5), Brooks (13/1), Griffin (6/1), Peacock (20).
Telekom Baskets, beste Werfer: Hunt (19/3), Ensminger (15), Jaacks, Ohlbrecht (je 9/1).
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