

Ohne Johannes Lischka (beim Erstligisten LTi GIESSEN 46ers im Einsatz) und Viktor Klassen (Rückenbeschwerden) waren die Licher in die Hansestadt gefahren, Richard Poiger war für Lischka in die Startformation gerückt. Und konnte durchaus überzeugen: 13 Punkte fünf Rebounds und Lichs einziger Dreier kamen von dem Österreicher. Neben ihm konnten jedoch nur Gary Hamilton (13 Punkte, elf Rebounds, drei Assists, fünf Ballgewinne, ein geblockter Wurf) und Brandon Jenkins (18 Punkte, sechs Assists) gefallen, der Rest der Truppe trug nur wenig Zählbares zum Spiel bei. Insbesondere der Amerikaner C.J. Pigford (acht Punkte, drei Rebounds) ergriff zu selten die Initiative.
Im ersten Viertel verlief die Partie noch relativ ausgeglichen, auch wenn sich beide Mannschaften in der Offensive etwas schwer taten. Die Bremer zelebrierten ihren langsamen, geduldig ausgeführten Offensivstil, bei dem in der Regel Entscheidungsträger Al Elliott auf der Einser-Position die Fäden zog und in jedem Angriff die meisten Ballkontakte hatte. Dennoch waren es die Licher, die nach zehn Minuten mit 16:14 in Führung lagen.
Im zweiten Viertel offenbarten die Gäste dann einige Schwächen in der Verteidigung und kamen im Angriff immer noch nicht so recht in Schwung. Die Bremen Roosters nutzten dies zu einer 37:29-Pausenführung und bauten diesen Vorsprung bis zum 43:33 (25.) aus. Anschließend hatte das Gästeteam seine stärkste Phase, hielt den Gegner vier Minuten lang bei null Punkten und steuerte selbst acht Zähler in Folge bei. Bei einer besseren Trefferquote, vor allem aus der Distanz (nur einer von zehn Dreierversuchen landete im Korb), hätten die Bierstädter an dieser Stelle das Spiel drehen können, gewannen das dritte Viertel aber „nur“ mit 15:10. Wobei vier dieser zehn Bremer Punkte erst in der letzten Minute des dritten Quarters zustande kamen.
Offen war der Ausgang dieser Begegnung noch bis zur 36. Minute, beim 50:56-Rückstand der Licher versenkte Al Elliott einen Dreier zum 59:50 der Roosters. Die Licher Antwort darauf? 24 Sekunden Angriffszeit verstrichen ohne Wurfversuch. Jordan Sabourin machte mit einem Mitteldistanzwurf zum 61:50 für die Gastgeber alles klar. Die Distanz von elf Punkten wurde bis zur Schluss-Sirene transportiert.
Am nächsten Wochenende dürfen sich die Basketballfans in Lich auf einen sportlichen Leckerbissen freuen. Am Samstag gastiert der Tabellenzweite Cuxhaven BasCats in der Sporthalle der Dietrich-Bonhoeffer-Halle. Dem Team der Nordssestädter gehört mit Jean Francois auch ein ehemaliger Spieler der LTi GIESSEN 46ers an. Francois stellte am Wochenende beim 109:87-Heimerfolg der BasCats gegen Rhöndorf mit 42 Punkten eine neue Saisonbestleistung in der Pro A auf. Die Partie des 28. Spieltages beginnt um 20 Uhr.
LTi Lich: Hamilton (13), Scholz (3), Brauer (0), Jenkins (18), Schick (4), Poiger (13), Benjamin Lischka (0), Schneider (0), Pigford (8).
Bremen Roosters: Carr (21), Hakanowitz (16), Mölle (3), Fenneberg (0), Njei (8), Karebin (1), Elliott (10), Fikiel (0), Sabourin (11).


