

Bis zum 14:14 in der neunten Minute hatten die LTi 46ers die Partie gegen die zuletzt vier Mal in Folge siegreichen Frankfurter dank einer guten Reboundarbeit am offensiven Brett und daraus resultierenden Korberfolgen ausgeglichen gestalten können. 
Besonders von jenseits der 6,25-m-Linie versenkten die Frankfurter ihre Schüsse mit einer traumwandlerischen Sicherheit – Ilian Evtimov (4/5 Dreier zur Pause), Dominik Bahiense und Koko Archibong (jeweils 2/2 Dreier in den ersten 20 Minuten) waren mit ihren Treffern maßgeblich dafür verantwortlich, dass sich der Tabellensiebte, der in dieser Form wohl kaum noch aus den Play-off-Plätzen zu verdrängen sein dürfte, über die Stationen 25:14 (12.) und 33:18 (15.) bis auf 46:21 (Dreier Archibong, 19.) absetzen konnte. Zur Pause hatten die Skyliners eine 57-prozentige Trefferquote aus dem Feld zu Buche stehen, acht von zwölf Dreipunktversuchen der Hausherren hatten ihr Ziel gefunden. Auf Gießener Seite hießen die Topscorer Seamus Boxley (8 Punkte) und Obie Trotter (7). Michael Umeh, am Freitag beim 71:64-Heimsieg gegen Bamberg mit einer Ausbeute von 32 Punkten der überragende Mann des Abends, hatte bis dato noch überhaupt nicht ins Spiel gefunden – für den Shooting Guard wurden nur zwei Punkte notiert.

Die 46ers erholten sich von diesem kleinen Nackenschlag aber schnell, zeigten in der Verteidigung weiter viel Biss und bereiteten den Frankfurtern deutlich größere Probleme, gute Wurfoptionen herauszuspielen als während der Schwächeperiode in den ersten 20 Minuten. Doch die Hypothek des Rückstandes aus der ersten Hälfte wog letztlich zu schwer. Zumal das LTi-Team in der zweiten Hälfte auch an der Freiwurflinie zu viele Punkte liegen ließ (5/11). 
Thorsten Leibenath hatte in der Pressekonferenz zum Verletzungsstand seiner Spieler keine guten Neuigkeiten zu vermelden: Johannes Lischka konnte aufgrund von Rückenproblemen in der zweiten Hälfte des Derbys nicht mehr eingesetzt werden. Darüber hinaus gab der Gießener Cheftrainer bekannt, dass die Saison für Bill Phillips aufgrund einer degenerativen Verletzung an der Peronealsehne beendet ist. In den nächsten Tagen wird sich der 29-jährige US-Amerikaner einer Operation unterziehen müssen. Rouven Roessler hingegen soll Leibenath zufolge am Dienstag wieder in das Mannschaftstraining einsteigen.
Durch die Niederlage des TBB Trier in Bremerhaven sieht es für die die LTi 46ers im Kampf gegen den Abstieg weiter gut aus. Als Tabellen-15. haben die Mittelhessen nach dem 28. Spieltag immer noch vier Punkte Vorsprung auf die auf Abstiegsplatz 17 stehenden Moselstädter. Die Trierer müssen in den ausstehenden sechs Hauptrundenpartien drei Spiele mehr gewinnen als Gießen, wenn sie in der Tabelle an den Lahnstädtern noch vorbeiziehen wollen. Am kommenden Samstag (12. April) geht es für die LTi 46ers mit einem Heimspiel gegen die Telekom Baskets Bonn weiter.
Punkteverteilung:
LTi GIESSEN 46ers: Umeh (11), Terdenge (4), Lewis (0), Buljevic (0), Trotter (21), Lischka (0), Robinson (2), Rouse (7), Boxley (12), Poiger (n. e.).
Deutsche Bank Skyliners Frankfurt: Bahiense de Melho (8), Archibong (11), King (0), Roller (5), Shtein (0), Allen (18), McKinney (5), Evtimov (21), Hunt (0), Johnson (1).
Stimmen zum Spiel:
Thorsten Leibenath (Head Coach LTi GIESSEN 46ers): „Glückwunsch an die Skyliners. Sie haben in der ersten Halbzeit einen tollen Basketball gezeigt, sich gut bewegt und hochprozentig ihre Dreier getroffen. Ich bin aber enttäuscht darüber, dass wir in der Phase von der neunten bis zur 19. Minute den Frankfurtern zu wenig entgegengesetzt haben. Die ersten neun Minuten konnten wir das Spiel ausgeglichen gestalten. Da stand es 14:14, obwohl wir zu diesem Zeitpunkt schon länger mit einer Zone agiert hatten. Danach haben wir die nötige Intensität vermissen lassen und Frankfurt gelang ein Lauf, der letztlich vorentscheidend war. Mit der Leistung, die wir in der zweiten Halbzeit gezeigt haben, bin ich zufrieden. Vor allem defensiv. Es ist uns gelungen, Frankfurt in den zweiten 20 Minuten auf 23 Punkten zu halten. Gegen ein so gutes Team wie Frankfurt ist es aber zu schwer, einen Rückstand von 25 Punkten aufzuholen. Zumal sich bei uns nach dem schweren Spiel gegen Bamberg und bedingt durch unsere Verletzungssituation auch ein Kräfteverschleiß bei den Spielern bemerkbar gemacht hat.“
Murat Didin (Head Coach Deutsche Bank Skyliners): „Gratulation an meine Spieler und die Fans beider Teams, die für eine tolle Atmosphäre gesorgt haben. Es ist nicht leicht ein starkes Spiel in Quakenbrück abzuliefern und dann nur 48 Stunden später eine erneut so gute Leistung zu zeigen. Wir wussten, dass es für uns ein ganz schweres Spiel hätte werden können, wenn wir es zugelassen hätten, dass die Gießener ihr Spiel aufziehen. Gießen hat nicht nur am Freitag gegen Bamberg gewonnen, sondern auch in den Wochen davor schon gute Leistungen gezeigt. Die ersten beiden Viertel waren von einer sehr starken Verteidigung unsererseits geprägt. Später fielen dann unsere Würfe nicht mehr so sicher. Trotzdem sind wir nie eingebrochen und sind mit diesem Sieg weiter vorangekommen auf unserem Weg in die Play-offs, in denen wir dann ein noch stärkeres Team sein wollen.“
Alle Bilder: Mediashots Werbefotografie.


