
„Es ist ein wichtiges Spiel. Wir wollen gewinnen und unseren Punktevorsprung auf Bayreuth ausbauen. Aber es ist nicht unser letztes Saisonspiel, es ist eines von 14, die noch vor uns liegen. Jede dieser Partien hat für uns eine genau so große Bedeutung wie das Spiel am Sonntag. Es wäre unfair, über uns schon nach dem Spiel in Bayreuth zu urteilen. Die Gelegenheit dazu ist am Saisonende“, äußerte sich Steven Key, der den Cheftrainerposten bei den LTi GIESSEN 46ers vor zwölf Tagen übernommen hat, am gestrigen Donnerstag im Hinblick auf das bevorstehende Beko BBL-Kellerduell.

Braunschweig sei der erste Schritt gewesen, jetzt gehe es darum, den zweiten und dritten so rasch als möglich folgen zu lassen. Die positive Grundeinstellung, die der Coach in den letzten Tagen bei seinen Spielern ausgemacht hat, helfe dabei, „dass wir schneller Konstanz in unser Spiel bekommen“. Key weiter: „Die Stimmung ist gut, familiärer, wir haben uns alle besser kennengelernt. Wir schauen positiv nach vorne, arbeiten an den kleinen Dingen wie Spacing und Timing und haben ein paar mehr Spielzüge in unserem Repertoire. Je wohler wir uns zusammen fühlen, desto einfacher ist es, Fehler zu korrigieren und bei der Arbeit an der Defense und der Offense voranzukommen.“

Auch vom Gegner aus Bayreuth, der sein letztes Pflichtspiel vor drei Wochen gegen Braunschweig zu Hause mit 82:93 verlor, gibt es in personeller Hinsicht Neues zu vermelden. Osvaldo Jeanty, der in der letzten Saison noch für die LTi 46ers spielte, musste sich am Dienstag einer Schulter-OP unterziehen und fällt für den Rest der Saison aus. Um den freien Platz auf der Shootingguard-Position buhlen zwei in dieser Woche nach Bayreuth gekommene Probespieler sowie der Anfang Dezember für acht Wochen verpflichtete Kenny Barker, der seither in fünf Spielen für den BBC im Schnitt 15 Minuten zum Einsatz gekommen ist und 2,4 Punkte pro Partie erzielt hat.
„Wir müssen uns auf uns selbst konzentrieren und schauen, dass wir unser Maximum abrufen. Das Team, das am Sonntag über die längste Zeit des Spiels eine Einheit bildet, wird eine bessere Chance auf den Sieg haben“, so Key vor der Rückkehr an eine seiner alten Wirkungsstätten. In der Saison 1993/1994 hatte der neue Chefcoach der LTi 46ers für das Bundesligateam von Steiner Bayreuth gespielt.


